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Segeberg Orange-weißes Pulver war ätzendes Eisensulfat
Lokales Segeberg Orange-weißes Pulver war ätzendes Eisensulfat
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12:55 11.02.2016
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Wahlstedt

Sein Fall hatte für große Aufregung gesorgt: Beim Öffnen eines Briefes in der Poststelle des Wasserver- und -entsorgers war ein orange-weißes Pulver auf die Hände des Mitarbeiters gerieselt. Beim Kontakt mit der Haut fing diese sofort an „zu brennen“. Der Mitarbeiter wusch sofort seine Hände und suchte anschließend den Werksarzt auf, der zunächst Entwarnung gab. Als der Mitarbeiter bereits auf dem Heimweg war, forderte ihn der Arzt dennoch auf, einen weiteren Mediziner zu konsultieren. Im Allgemeinen Krankenhaus Bad Segeberg schließlich hatten sich die Hände verändert. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich bei dem Pulver aus dem Brief um eine radioaktiv verseuchte Substanz handeln könnte, forderte der Leitende Oberarzt die Gefahrguterkundung des Kreisfeuerwehrverbandes an. Diese konnte schnell Entwarnung geben, denn die Messgeräte zeigten keine Radioaktivität an.

Sicherheitshalber wurde der Mann jedoch nach Lübeck in die Uniklinik zur weiteren Beobachtung gebracht. Inzwischen ist der Wahlstedter wieder bei seiner Familie, wie Matthias Sobottka, Sprecher von „Hamburg Wasser“ bestätigte. „Unser Mitarbeiter erholt sich von dem Schreck“, teilte er auf LN-Anfrage mit. Am Mittwoch sei er noch zu Hause geblieben, heute würde er aber schon wieder seinen Dienst antreten.

Bei dem Eisensulfat aus dem Brief habe es sich um eine geringe Konzentration gehandelt. „Dennoch werden wir zunächst Anzeige gegen Unbekannt erstatten und hoffen auf die Ermittlungen der Polizei“, so Sobottka.

pd

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