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Segeberg Paradox? Stellen aufgestockt und doch Personal gespart
Lokales Segeberg Paradox? Stellen aufgestockt und doch Personal gespart
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22:15 30.10.2013
Bad Segeberg

Wird Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld das Klassenziel nun erreichen oder nicht? Darum geht es heute, 31. Oktober (18.30 Uhr, Bürgersaal) in der Sitzung des Hauptausschusses. Schönfeld hatte nach seinem Amtsantritt angekündigt und mit Stadtvertreterbeschluss untermauern lassen, in der Kernverwaltung massiv Stellen abzubauen. Bezogen auf das Jahr 2009 sollte es in den Jahren 2010 bis 2015 eine Reduzierung der Personalkosten von zehn bis 15 Prozent geben.

Doch es scheint nicht so gut zu laufen: Statt weniger hat das Rathaus um 16,79 Stellen zugelegt. Das will Schönfeld auch gar nicht schönrechnen. 2012 wies der Stellenplan insgesamt 94,79 Stellen aus.

Doch ab 2016 werden davon 13,41 Stellen eingespart sein, kündigt Schönfeld an, da zum Beispiel 2,57 „vorsorglich eingeplante Stellen“ nicht besetzt worden sind. 7,84 Stellen von ausgeschiedenen Mitarbeiter wurden nicht wieder besetzt. Drei Stellen werden durch Altersteilzeitregelungen bis 2016 noch entfallen. Dennoch verbleiben danach zwischen drei und vier Stellen mehr als 2009. Zwei davon seien von den Kommunalpolitikern gewünscht, sowie 9,5 Stellen, die aufgrund tariflicher oder gesetzlicher Vorgaben einzurichten waren. Zieht man diese ab, hat Schönfeld also doch sein Ziel erreicht.

Gegenüber den 78 Stellen im Jahre 2009 beträgt die Einsparung somit 8,12 Stellen, also 10,41 Prozent, steht fettgedruckt in der Vorlage. Und wenn man beachtet, dass es sich bei den gestrichenen Jobs überwiegend um „hochwertige Stellen“ handelt, liegt die Einsparung deutlich über zehn Prozent.

wgl

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