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Segeberg Parken: Im Januar wird‘s richtig teuer
Lokales Segeberg Parken: Im Januar wird‘s richtig teuer
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16:44 21.12.2012
Zum neuen Jahr treten sie in Aktion: Hartmut Gieske vom Bad Segeberger Ordnungsamt enthüllt probeweise einen neuen Parkscheinautomaten am Winklersgang. Die Gebühren erhöhen sich drastisch. Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

Die neuen ungeliebten Parkscheinautomaten stehen schon an Stadt-Parkplätzen, sind aber noch gnädig mit Plastik verhüllt. Doch schon droht ein vorbeifahrender Autofahrer dem Mitarbeiter des Bad Segeberger Ordnungsamtes Hartmut Gieske mit dem Finger. Gieske schmunzelt. Er hat ein breites Kreuz, aber in den kommenden Wochen wird er Prügel einstecken für etwas, was er nicht zu verantworten hat. Die Politiker hatten beschlossen die Parkgebühren drastisch zu erhöhen. Jetzt wird es umgesetzt.

Die verarmte Stadt braucht jeden Cent. Das Parken in Bad Segeberg wird ab Januar teilweise um mehr als 60 Prozent teurer. Statt 50 soll eine Stunde Parken künftig 80 Cent kosten. Etwas außerhalb der „City“ werden noch 60 statt 50 Cent fällig. Dauerparker können bei der Stadtverwaltung relativ günstige Monats- oder Jahrestickets buchen. Zurzeit aber ist Bad Segeberg ein wahres „Park-Schlaraffenland“. Da die neuen Automaten noch nicht in Betrieb sind, kann auf den städtischen Flächen bis zum Jahreswechsel jeder kostenlos parken. „Ein Weihnachtsgeschenk der Stadt für ihre Bürger und Gäste“, betonte Gieske.

Mit der neuen Parkgebührenordnung werden zusätzliche Parkautomaten im Innenstadtbereich aufgestellt. Die wenigen bislang kostenlosen Parkplätze hinter der Stadtbücherei, am Winklersgang (154 Stellplätze), an der B 206-Rampe zur Feuerwehrwache (49) werden auch gebührenpflichtig sein und sind nun mit Parkscheinautomaten ausgestattet. Die neuen elf Geldschlucker haben eine vier- und dreifache Taktung innerhalb einer Stunde. Wer nur schnell zum Bäcker oder zur Apotheke möchte, muss nicht für eine Stunde 80 Cent, sondern kann auch für 15 Minuten (20 Cent) zahlen. Nachteile bleiben: Die neuen Automaten schlucken keine Geldscheine und geben kein Wechselgeld heraus. Auch mit EC-Karte kann man bei ihnen nicht bezahlen. Automaten mit derartiger Zusatzfunktion seien reparaturanfällig und teuer in der Unterhaltung, erklärte gestern Bad Segebergs Abteilungsleiter Karsten Immanns.

Relativ attraktiv scheinen die neuen Monats- und Jahreskarten zum Preis von 20 beziehungsweise 200 Euro zu sein. Die gelten allerdings nur für Parkzone zwei, etwas außerhalb der Kernstadt. Die Ausgabe der Jahres- und Monatskarten (sie können im Rathaus erworben werden) soll auf 70 Prozent der Stellflächen beschränkt werden. „Es besteht jedoch kein Anspruch auf die Freihaltung eines Parkplatzes“, betonte Gieske. Wenn alle Plätze besetzt sind habe der Autofahrer mit Monatskarte eben Pech gehabt. Dennoch: Schon jetzt liegen 30 Anmeldungen für Langzeittickets vor. Kostenloses Parken ist weiterhin auf der Backofenwiese möglich.

Der neue Gebührenspiegel der Stadt für die Autofahrer

Die Gebührenpflicht auf den städtischen Parkplätzen Bad Segebergs gilt montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Sonnabends werden Gebühren von 9 bis 13 Uhr fällig. In der Parkzone I (dazu gehören Stellplätze an Kirchvorplatz, Seminarweg, Zufahrt Schweinemarkt, Am Kleinen See, Stadtbücherei und Sky-Vorplatz) kostet die Stunde 80 Cent, ein Tagesticket fünf Euro. In der Parkzone 2 werden für eine Stunde Parken 60 Cent verlangt. Ein Tagesticket kostet hier drei Euro am Automaten. Die Taktung erfolgt in drei Schritten (je 20 Minuten á 20 Cent).
Das wird sich schnell einspielen.“Karsten Immanns, Stadt

Wolfgang Glombik

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