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Parteien fordern Konzepte für ein besseres Jugendamt

Bad segeberg Parteien fordern Konzepte für ein besseres Jugendamt

Nachdem sich die Kreistagsfraktionen mit dem Gutachten des Kinderschutzexperten Professor Reinhart Wolff nach dem „Fall Bussardweg“ beschäftigt haben, mahnt die CDU-Fraktion „zu einer sachlichen, unaufgeregten und themenbezogenen Diskussion zu

Segeberg. Nachdem sich die Kreistagsfraktionen mit dem Gutachten des Kinderschutzexperten Professor Reinhart Wolff nach dem „Fall Bussardweg“ beschäftigt haben, mahnt die CDU-Fraktion „zu einer sachlichen, unaufgeregten und themenbezogenen Diskussion zurückzukommen“. Sie kritisiert, dass außer den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses aus datenschutzrechtlichen Gründen den Kreistagsabgeordneten nur eine geschwärzte und gekürzte Version des Gutachtens zur Verfügung stehe, „die alle sozialrelevanten Daten ausblendet“. Dass sich hier der Jugendhilfeausschuss als Teil des Jugendamtes quasi selbst kontrolliere, stehe nicht gerade für die eingeforderte Transparenz und sei rechtlich völlig unbefriedigend. Der Jugendhilfeausschuss sei damit der Kontrolle des Kreistages entzogen, moniert die CDU. Da das Gutachten dem Jugendamt bescheinige, geltende gesetzliche und fachliche organisatorische Standards im „Großen und Ganzen“ zu erfüllen, haben sich vorzeitige Rücktrittsforderungen gegen den Leiter des Jugendamtes, Dr. Georg Hoffmann, und einer daraus resultierenden Vorverurteilung als haltlos erwiesen. Auch wenn laut Gutachter ein Fall wie im Bussardweg nicht zu verhindern gewesen sei, gelte es jetzt für die Verwaltung eine konzeptionelle Auswertung der Ergebnisse des Gutachtens voranzutreiben und der Politik einen Maßnahmenkatalog vorzulegen.

Die FDP-Fraktion im Kreistag stellt fest, dass die Gutachter den an dem Fall beteiligten Fachkräften keineswegs Absolution erteile. Gescheitert sei nach Auffassung des Gutachters der Betreuungsfall an nicht vorhandener Fachkompetenz für die Behandlung hochgradig gestörter und resistenter Familien. Für den Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Schnabel liegt die „dringendste Handlungsnotwendigkeit nicht in einer plötzlichen Verstärkung des Personals, sondern in der Verbesserung der fachlichen Qualifikation“. Als ersten Schritt erwarte die FDP von der Verwaltung konkrete Vorschläge, wie Fortbildung und Supervision zur Beseitigung der genannten Schwächen kurzfristig intensiviert werden können. wgl

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