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Lokales Segeberg Parteien schnüren Personalpakete
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20:32 21.12.2017
„Unser Wahlziel ist es, stärkste Fraktion zu werden.Jürgen Niemann BBS-Vorsitzender
Bad Segeberg

Einige Parteien haben offenbar Schwierigkeiten, sich für die Wahllisten und Wahlbezirke ihr Personal zusammenzusuchen. Nicht jeder ist bereit, sich den Stress kommunalpolitischer Arbeit im Bürgersaal, vieler Fraktionssitzungen und Klausurtagungen anzutun. Wie berichtet, scheidet Bürgervorsteherin Ingrid Altner (CDU) aus der Politik aus. Es verabschieden sich auch überraschend die Hauptausschussvorsitzende Ursula Michalak (CDU) und der stellvertretende Bürgermeister Thomas Vorbeck (CDU). Neu mitmischen in der Stadtpolitik möchte Monika Saggau für die CDU.

„Wir haben mehr Bewerber als Wahlbezirke.Joachim Wilken-Kebeck SPD-Fraktionsvorsitzender
Will in die Stadtvertretung: Monika Saggau.

Für den Kreis ist sie wie auch der frühere CDU-Stadtvertreter Luzian Roth schon so gut wie nominiert. Jetzt möchte die frühere Kindergartenleiterin der städtischen Kita, Monika Saggau, die demnächst aus städtischen Diensten ausscheidet und sich vor Monaten mit Bürgermeister Dieter Schönfeld überworfen hatte, auch in der Bad Segeberger Stadtvertretung arbeiten. Das bestätigte kürzlich CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Reher. „Wir haben aber unsere Liste noch nicht komplett zusammen und werben auch um neue Leute.“

Wichtig ist Reher, dass auch Mitglieder aus Sportvereinen und Interessengruppen der Stadt in die Politik gehen, auch um in den Ausschüssen ihr Fachwissen einzubringen.

Reher verspricht: „Wir wollten jetzt schon Gas geben, wir werden eine spannende Gruppe aufbieten.“ Vermeiden möchte Norbert Reher, dass es bei der Aufstellung der Kandidaten zur „Palastrevolution“

komme, wie es vor Jahren in der CDU-Fraktion schon einmal passierte. Damals gab es Krach zwischen Teilen der Fraktion und der damaligen Parteiführung. Reher: „Das möchte ich vermeiden.“ Die Wunden sind bis heute nicht verheilt. Reher sprang damals als schlichtender Fraktionsvorsitzender ein und steht auch gebenenfalls weiterhin zur Verfügung, „wenn sich nicht jemand anderes meldet und vorausgesetzt, ich werde überhaupt in die Stadtvertretung gewählt“. Ex-Parteichef Markus Gahr, der in der Stadtvertretung auch zum Verdruss von Reher oft durch Abwesenheit glänzt, werde vermutlich nicht mehr antreten.

Annelie Eick (Grüne) wollte vor der Wahl noch keinen Namen von den Grünen-Kandidaten verraten. Auch ob die Grünen überhaupt genügend Bewerber haben, ließ sie offen. Sicher sei, dass die drei Stadtvertreter Dr. Henning Vollert, Karin Berndt und sie selbst bereit seien, wieder für die Stadtpolitik anzutreten. „Das müsse natürlich von den Mitgliedern entschieden werden.“ Auffällig ist, dass es in der Stadtvertretung und in den Ausschüssen wenig Frauen gibt.

Das gelte leider auch für die kommende Kandidatenliste der SPD, gibt Fraktionsvorsitzender Joachim Wilken-Kebeck zu. „Wir haben unsere Liste komplett, in einem Monat haben wir eine Klausurtagung und werden dann unsere Leute präsentieren.“ Als sicher gilt schon jetzt, dass die erfahrenen SPD-Stadtvertreter weitermachen möchten. Die SPD hat ein Luxusproblem: „Wir haben mehr Bewerber, als wir Wahlbezirke zur Verfügung haben.“ Zudem freue sich die SPD über eine „gute Altersdurchmischung“. Wilken-Kebeck: „Wir haben von 20 bis 80 alles dabei.“

Auch beim BBS kann man sich, anders als noch vor der letzten Kommunalwahl, nicht über Bewerbermangel beklagen. Die jetzige Riege möchte weitermachen, bis auf BBS-Stadtvertreter Hans-Jürgen Fischer. BBS-Vorsitzender Jürgen Niemann plant jetzt übrigens selbst seine Kandidatur für die Stadtvertretung. Niemann: „Unser Wahlziel ist es, stärkste Fraktion in der Stadtvertretung zu werden.“

Stadtvertretung

31 Sitze umfasst die Bad Segeberger Stadtvertretung regulär. Nach der Wahl 2013 war die CDU mit zehn Sitzen stärkste Fraktion, die SPD errang seinerzeit neun, der BBS sechs, die Grünen vier und die FDP zwei Sitze.

Diverse personelle Veränderungen haben dazu geführt, dass mittlerweile die SPD mit neun Sitzen stärkste Fraktion in der Stadtvertretung ist. Die CDU verlor zwei Vertreter (jetzt acht), der BBS gewann zwei hinzu (jetzt acht Vertreter). Die Grünen können nur noch drei ihrer vier Sitze besetzen. Die FDP ist nach den Rücktritten ihren beiden Stadtvertreter mangels Masse gar nicht mehr im Rathaus vertreten.

Wolfgang Glombik

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