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Segeberg Pastor Meyers tierische Andacht
Lokales Segeberg Pastor Meyers tierische Andacht
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09:49 27.09.2016
Eurasierwelpe „Janka“ mit Herrchen, Pastor Thomas Meyer, kurz nach der Andacht für Mensch und Tier in Schlamersdorf. Quelle: Fotos: Heike Hiltrop
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Schlamersdorf

Eine Freiluft-Andacht für Mensch und Tier war für Sonntagabend an der Kirche von Schlamersdorf angesetzt.

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In Schlamersdorf sprach der Geistliche erstmals gleichsam zu Mensch, Hund und Kaninchen.

„Gottes Segen ist kein knappes Gut, das nur für Menschen gedacht ist.“ Pastor Thomas Meyer

Um die 30 Männer und Frauen sind gekommen. Mit dabei: jede Menge Hunde und zwischen all den großen zotteligen und kleinen kurzhaarigen Vierbeinern: Dominik Bohm mit Tochter Pia und drei Kaninchen.

Man sei ohne große Erwartungen gekommen, „und weil wir so etwas noch nie erlebt haben, dachten wir, wir machen mal mit“, so der 41-Jährige. Größte Sorge zu Beginn: Wie reagieren all die Hunde auf die Mümmelmänner? So bleiben „Momo“ und „Elee“ sicherheitshalber in ihrer Transportbox. „Ach, da hätte ich ja meine Katze auch mitbringen können“, kommentiert eine Frau, begeistert davon, dass nicht nur Hunde dabei waren – die übrigens alle sehr artig um ihre Menschen saßen und lagen. „Eine wunderbare Idee“, schwärmt eine Schlamersdorferin.

Dem Thema entsprechend gestaltet Pastor Thomas Meyer die Andacht rund um das Gebot „Liebe deinen Nächsten“. Eigentlich habe er eine Predigt über die Seele der Tiere schreiben wollen, über die Schöpfung, doch daraus sei nichts geworden. „Der Grund sitzt da“, so der Gottesmann und zeigt auf die schwarze Eurasier-Hündin „Janka“: Ein knapp vier Monate alter Welpe, der die volle Aufmerksamkeit einfordert.

Und so werden es rund 30 Minuten, in denen über Tiere, die den Menschen nahe sind, gesprochen wird. Solchen, mit denen der Mensch gut umgehe, und solchen, bei denen deutlich werde, dass das Verhältnis der Menschen zur Schöpfung „nicht so toll“ ist.

Auf die Idee der tierischen Andacht ist Pastor Thomas Meyer gekommen, nachdem Familienhund „Lana“ gestorben war. „Die Trauer um sie wirkte in mir so nach.“ Tiere seien Mitgeschöpfe, betont Meyer. „Gottes Segen ist kein knappes Gut, das nur für Menschen gedacht ist.“

Die Resonanz auf die Freiluftandacht mit drei Liedern, Hund und Co. auf der Wiese am Friedhof im Dorfzentrum war so positiv, dass es eine Wiederholung im kommenden Jahr geben soll. Pastor Thomas Meyer: „Es waren eindeutig mehr Leute da als manchmal im normalen Gottesdienst.“

 Heike Hiltrop

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