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Segeberg Patenschaften für Bweyas Kinder gesucht
Lokales Segeberg Patenschaften für Bweyas Kinder gesucht
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23:15 28.08.2013
Moses und Naomi Ssebaggala und der Segeberger Rainer Finken (Mitte) rühren die Werbetrommel für das Kinderheim in Bweya, unweit der ugandischen Hauptstadt Kampala. Sie suchen Paten, die ihnen bei der Umsetzung der Arbeit helfen. Quelle: Foto: Petra Dreu

Am Sonnabend wird im Gemeindezentrum Glindenberg ein besonderer Geburtstag gefeiert, denn es ist zwei Jahre her, als der Segeberger Rainer Finken, der als Kind zwei Jahre in Afrika gelebt hat, den Verein „Zukunft für Bweyas Kinder“ gegründet hatte. Sein Ziel ist es, mit Dauerspenden und Mitgliedsbeiträgen das Kinderheim „Bweya Childrens Home“ dauerhaft zu unterstützen (die LN berichteten). Aus einem anfänglich lockeren E-Mail-Kontakt zu Moses Ssebaggala, dem Direktor des Kinderheims, wurde Freundschaft. Derzeit sind er und seine Frau Naomi in Bad Segeberg, um gemeinsam Geburtstag zu feiern und für das Kinderheim kräftig die Werbetrommel zu rühren.

Der Terminkalender von Rainer Finken und seinen beiden Gästen ist prall gefüllt: Konfirmandenunterricht, Jugendstunden und ein Gottesdienst in Hohenlockstedt, Religionsstunden am Städtischen Gymnasium, eine Infoveranstaltung in der Segeberger „Olive“, Besuche in Kassel und Solingen und vieles mehr stehen darauf und lassen die Besucher gar nicht erst auf den Gedanken kommen, zum Urlaub in Deutschland zu sein.

„Wir haben noch so viel vor“, sagt Moses Ssebaggala, der sich noch gut an die erste Begegnung mit Rainer Finken erinnern konnte. „Seine Frau war immer nett und hat gelächelt. Er aber guckte eher skeptisch“, erzählt der Direktor des Kinderheims, der zusammen mit seiner Frau Naomi vier Kinder hat, drei weitere Kinder leben zur Pflege in seiner Familie. Er strahlt Wärme und Herzlichkeit aus, und er freut sich, in Rainer Finken einen Partner gefunden zu haben, der mit ihm das Beste für die Kinder aus Bweya erreichen möchte.

Im Moment leben 38 Kinder in „Bweyas Childrens Home“. Insgesamt jedoch werden 82 Kinder versorgt, die bei ihren Familien leben. Für sie übernimmt das Kinderheim das Schulgeld und zahlt Zuschüsse zu Lebensmitteln und für nachhaltige Projekte. Der Direktor des Kinderheims hofft auch, die benachbarte Schule wieder an das Kinderheim angliedern zu können, wie es früher einmal war. Davon verspricht er sich mehr Erfolg im Kampf gegen den Analphabetismus, der in der Region immer noch weit verbreitet ist. Mit dem Schulunterricht ist Ssebaggala nicht zufrieden.

„Die Lehrer nehmen es mit dem Unterrichtsbeginn nicht so genau. Wenn sie kommen, dann meistens viel zu spät“, bedauert er. Für sie würde er sich nur ein bisschen von der Pünktlichkeit der Deutschen wünschen, die ihn fasziniert. „Wir waren zum Gottesdienst in der Kirche und niemand kam zu spät“, sagte er immer noch begeistert.

Für ihn und die Kinder aus Bweya ist ein dauerhaftes Engagement wichtig. „Deshalb möchten wir ein Patenschaftsprogramm starten. Mit nur 30 Euro im Monat kann ein Kind versorgt und gefördert werden“, erklärt Rainer Finken. Er hofft darauf, noch viele Mitstreiter finden zu können, die den Kindern von Bweya eine Zukunft geben wollen.

Die Zukunft von Bweyas Kindern am Freitag in der Segeberger „Olive“
Bweya ist ein kleiner Ort in der Nähe von Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Das „Bweya Childrens Home“ wurde 1968 mit Unterstützung deutscher Familien aufgebaut. Weitere Unterstützung aus Deutschland kam von der Aktion „Ein Herz für Kinder“ , mit der die Unterkünfte renoviert werden konnten und durch die ein Zaun für Sicherheit sorgt. Wer mehr über das Heim und das Patenschaftsprogramm erfahren möchte, ist herzlich zu einer Infoveranstaltung am Freitag, 30. August, ab 18 Uhr im Segeberger Restaurant Olive, Oldesloer Straße 53 eingeladen.

Petra Dreu

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