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Segeberg Pausenhof mit Fitness-Station, Wegen und Entspannungszone
Lokales Segeberg Pausenhof mit Fitness-Station, Wegen und Entspannungszone
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21:35 28.09.2017
Sitzlandschaft an der Schule am Seminarweg: Kaum zu glauben, was man aus einer Schulhof-Asphaltwüste alles machen kann. ANIMATION: PLANUNGSBÜRO
Bad Segeberg

300 000 Euro wird es kosten, aus der Beton- und Asphaltwüste den Kindern und Jugendlichen einen Platz für Lernen, Bewegung und Kommunikation einzurichten. Vor fast einem Jahr stellten die LN erste Pläne vor, jüngst zeigte das Büro Planung+Moderation im Bauausschuss eine modifizierte Planung. Im kommenden Jahr soll das Vorhaben baulich umgesetzt werden. „Diese Fördermittel sind keine Selbstverständlichkeit, da steckt viel Arbeit vom Bauamt drin“, betonte Ausschussvorsitzender Wolfgang Tödt (BBS) und lobte ausdrücklich Bauamtsleiterin Antje Langethal und ihr Team. Seit 2013 wurden sechs Millionen Euro aus Fördermitteln in die Stadt geholt und verbaut. Geld, das die finanziell nicht gerade auf Rosen gebettete Stadt dringend braucht.

Wieder profitiert Bad Segeberg von Fördergeldern. Dieses Mal sind es 100 000 Euro, die von der Organisation Holsteins Herz aus EU-Mitteln für das Schulhofprojekt der Gemeinschaftsschule am Seminarweg bereitgestellt werden. Der Schulhof soll zu einen „Aktivitätsraum“ werden.

Nun gibt es auch Geld für Schulhof-Verschönerung. Nötig ist es. Die Planer stellten fest, dass derzeit nur 600 Quadratmeter Schulhoffläche vorhanden sind, 1,2 Quadratmeter pro Kind. Immerhin können für mehr Freifläche die vergammelten Klassencontainer entfernt werden. Bei einem Beteiligungsverfahren sprachen sich die Kinder unter anderem für mehr Lauf- und Spazierwege sowie Klettermöglichkeiten und Grünbereiche aus.

So entschieden sich die Planer, den Schulhof in Aktivitäts-, Sport-, Entspannungs-, und Spazier-Bereiche einzuteilen. Statt zweier Tischtennisplatten soll es ein neues Sport-/Spielfeld, einen neuen Basketballkorb und Beton-Sitzstufen im Hofbereich zwischen Alt- undNeubau geben. Im Sportbereich, Westteil des Schulhofs, ist eine „Outdoor-Fitness-Station“ mit Sportgeräten geplant. Im sogenannten Entspannungsbereich im Übergang zwischen Dahlmannschule und Gemeinschaftsschule sind Sitzgelegenheiten an Kräuterhochbeeten und unter Kirschbäumen geplant. Eine Graffiti-Wand und ein Lehrpfad zum Thema Klimaschutz und Essen sind vorgesehen, dazwischen „grüne Inseln“.

Für Diskussionen bei Politikern sorgte ein geplanter Spazierweg, der um die Sporthalle nahe der B 206 geführt werden soll. Horst Rönnau vom Seniorenbeirat kritisierte, dass hier tausende Lastwagen Schadstoffe in die Luft blasen würden. Hier sei ein Spazierweg für Kinder unpassend. Die Emissionswerte werden nicht überschritten, beruhigte Bauamtsleiterin Antje Langstahl. Tödt verwies zudem auf die vielen Schüler, die tagtäglich am nahen Zob auf Busse warteten und dort Auspuffqualm ausgesetzt sind.

 Von Wolfgang Glombik

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