Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Pläne für ASB-Kindergarten drohen zu scheitern

Bad Segeberg Pläne für ASB-Kindergarten drohen zu scheitern

Das große Kindergartenprojekt des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in der Dorfstraße Bad Segebergs droht zu scheitern. Grund sind Finanzierungsprobleme. In den nächsten Tagen soll zwar noch ein Krisengespräch mit der Stadt erfolgen, aber die Chancen stehen schlecht.

Voriger Artikel
Betreiber: Bodendeponie ist keine Müllkippe
Nächster Artikel
Exkursion zu Seeigel und Klapperstein

So ist (noch) der Plan: Gegenüber dem Schützenhof in der Dorfstraße soll hinter dem Neubau eine Kita für 80 Kinder entstehen.

Quelle: Glombik

Bad Segeberg. Und das, obwohl Kita- und Krippenplätze in Bad Segeberg und Umgebung dringend gebraucht werden. Aber ASB-Landesgeschäftsführer Heribert Röhrig sieht es „bestenfalls bei 50 zu 50“, dass aus den Plänen noch etwas wird. Geplant war, wie berichtet, auf dem eigenen Gelände hinter der bestehenden Einrichtung für ledige Mütter in der Dorfstraße 37 ein Zentrum des ASB einzurichten. Mit Büros und vor allem einer Kita. Fünf Gruppen für 80 bis 90 Kinder waren versprochen worden.

Es scheint gar eine Luftnummer zu werden. Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) ist nicht gerade erfreut. Alles sei darauf ausgerichtet worden, „dass am 1. August 2018 die Gruppen in die neue Kita einziehen können“. Die Stadt habe dafür die bauleitplanerische Voraussetzung geschaffen und dafür gesorgt, dass der ASB mit seinem Projekt in den Kinderbedarfsplan aufgenommen wurde.

Und jetzt das. Schönfeld „Der ASB hat 2009 schon einmal große Ziele dort gehabt mit Rettungshundestaffel und Gebäuden.“ Daraus sei nichts geworden. „Ich hoffe, dass mit dem Kindergarten jetzt nicht das Gleiche passiert und aus großen Plänen wieder nichts wird.“

Offensichtlich war der ASB beim sogenannten „Windhundrennen um Landes-Fördermittel“ für Kitas nicht schnell genug und wurde abgehängt. Jedenfalls befürchtet ASB-Landesgeschäftsführer Heribert Röhrig („Wir wissen nicht, wer da auf der Bremse steht“), dass die erwarteten Fördergelder für den Millionenbau nicht ausreichen. Es gehe ihm jetzt um die Frage, welches Risiko Stadt und Kreis übernehmen, „wenn Landes- und Bundesmittel nicht ausreichend verfügbar sind“. Hier gehe es um einen hohen sechsstelligen Betrag. „Das ist kein Risiko, dass ein Wohlfahrtsverband alleine tragen kann.“

Er sehe hier Stadt und Kreis in der Pflicht. Die müssten in die Bresche springen, weil sie ja die Verpflichtung zur Errichtung von Kitas hätten. Der ASB bringe an dem Projekt ja schon seinen Eigenanteil mit dem Grundstück ein. Röhrig: „Wir sind keine Kapitalgesellschaft, wir sind ein Verein.“

Doch Schönfeld lehnt Sonderregeln für den ASB ab. Die Stadt habe Verträge mit allen Trägern, dass sie zwar einen Defizitausgleich zahle, „doch wir nehmen dem Kita-Träger nicht das unternehmerische Risiko ab“. Eine Vollfinanzierung mit Sprungtuch bekomme keiner, dann könnte die Stadt ja selbst noch einen Kindergarten bauen. Immerhin könne jeder, der Träger eines Kindergartens sei und Eigentümer des dazugehörigen Gebäudes, sich darauf verlassen, dass seine Zuschüsse für Personal und sein Defizit von der Stadt oder der jeweiligen Gemeinde, aus der die Kinder stammen, erstattet bekomme. Wenn der Kindergarten gute Arbeit leiste, sei das Risiko angesichts der Nachfrage daher gering.

Falls der Träger die Elternwünsche allerdings nicht erfülle, bestehe natürlich das Risiko einer zu geringen Auslastung. Das nehme die Stadt einem privaten Träger nicht ab. Aber angesichts der Prognosen für das familienfreundliche Bad Segeberg und die Umlandgemeinden sieht Schönfeld nicht die Gefahr, dass die Kita leerstehen werde. Wo sei das Problem? Der ASB habe sich im Rathaus als Kindergartenträger vorgestellt, der ausreichend Eigenmittel habe, so Schönfeld. Fielen Kreditzinsen beim Bau an, würden diese ja mit in die Kalkulation und die Defizitausgleichszahlungen einfließen.

„Wer seine Kita richtig organisiert, hat kein Kostenrisiko.“ Und wer die Hoheit über Finanzen und Personal beanspruche, der müsse auch die Verantwortung übernehmen.

 Von Wolfgang Glombik

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. Klicken Sie hier, um die Galerie für den Dezember 2017 zu sehen!

Jetzt geht es los - Aber wann ist der perfekte Zeitpunkt zum Weihnachtsbaumkauf?

Wie wollen wir wohnen, wenn wir einmal älter geworden sind? WG, ein Zimmer bei den Kindern, Servicewohnen, Seniorenheim? Die LN haben sich verschiedene Modelle im Kreis Segeberg angesehen. Zum Auftakt haben wir mit Experten gesprochen und Segeberger nach ihren Vorstellungen gefragt.

Wie wollen wir wohnen, wenn wir einmal älter geworden sind? WG, ein Zimmer bei den Kindern, Servicewohnen, Seniorenheim? Die LN haben sich verschiedene Modelle im Kreis Segeberg angesehen. Zum Auftakt haben wir mit Experten gesprochen und Segeberger nach ihren Vorstellungen gefragt. mehr

  • Shopping & Lifestyle
    Unser Lifestyle-Portal

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

  • Hochzeitszauber

    Alles zum Planen Ihrer Hochzeit - Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwoch... mehr

  • Events & Veranstaltungen

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Urlaub & Reisen
    Unser Reiseportal

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Ausstellungen, Theater, Konzerte und mehr in Lübeck und Umgebung.