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Segeberg „Politik machen für die ganz normalen Menschen“
Lokales Segeberg „Politik machen für die ganz normalen Menschen“
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16:16 21.09.2017
Tobias Mährlein möchte für die FDP in den Bundestag einziehen und den Wahlkreis 8 vertreten. Quelle: Oliver Vogt
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Norderstedt

Davor gescheut, sich mit Verantwortungsträgern anzulegen, hat Tobias Mährlein sich nie. Nicht ohne Grund steht der Slogan „Unbequem ist auch eine Tugend“ auf den FDP-Wahlplakaten, die das Gesicht des 57-jährigen Norderstedters zeigen.

In der Stadt bekannt ist der Buchhändler vor allem wegen seines auch juristisch geführten Feldzuges gegen den neuen Verkehrsknotenpunkt am Ochsenzoll, dessen dreieinhalb Jahre dauernder Bau die Existenz der anliegenden Geschäfte gefährdet habe. Und tatsächlich musste der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Ochsenzoll mit seiner Buchhandlung am Ende selbst Insolvenz anmelden.

Das ist aber Vergangenheit. Heute arbeitet der, wie er sagt, „glücklich geschiedene“ Vater dreier Kinder (12, 17 und 21), als angestellter Geschäftsführer einer Buchhandlung und engagiert sich für die FDP Norderstedt in den Ausschüssen für Stadtentwicklung und Verkehr sowie für Schule und Sport. Zehn Jahre gehört Mährlein inzwischen der FDP an.

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An den Freien Demokraten liege ihm vor allem, „dass es nicht diesen ideologischen Überbau wie in anderen Parteien gibt“ und deswegen besser an den Sachthemen gearbeitet werden könne. Aus diesem Grund möchte Mährlein als Direktkandidate der Freien Demokraten auch in den Bundestag. „Um Politik zu machen für die ganzen normalen Menschen in der Mitte der Gesellschaft.“ Denn gegenwärtig werde die Politik aus Mährleins Sicht zu sehr von den extremen Rändern aus gedacht. Die Mitte hingegen sei in den vergangenen Jahren stark vernachlässigt worden. „Der Bundestag ist im Moment auch kein typisches Abbild unserer Gesellschaft, es fehlt dort an Menschen, die von der Basis kommen. Stattdessen dominieren die Berufspolitiker und Interessengruppen.“ Den Ladenbesitzer oder Facharbeiter suche man im Parlament derzeit vergeblich. Deswegen fänden auch deren Ansichten und Sorgen immer weniger Gehör.

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Als eines seiner wichtigsten Anliegen, für das er als Mitglied des Bundestages kämpfen würde, nennt Tobias Mährlein die Bildung. Insbesondere müsse der Bund mehr Kompetenzen erhalten. „Es gibt Bundesländer, die im Bildungsbereich sehr schwach sind, die brauchen einfach Hilfe vom Bund.“ Andernfalls werde das Gleichbehandlungsprinzip verletzt. Auch die Infrastruktur hat der Liberale auf der Agenda, eine bessere ÖPNV-Anbindung des südlichen Schleswig-Holsteins an Hamburg zum Beispiel.

Ebenso werde die Breitbandversorgung ein großes Thema der Zukunft sein. „Derzeit“, meint Mährlein, „ruht sich Deutschland zu sehr auf seinen Erfolgen im Außenhandel aus. Und wenn wir nicht aufpassen und nicht an der Zukunftsfähigkeit unseres Landes arbeiten, verspielen wir unseren Wohlstand und werden abgehängt.“ Dann gebe es irgendwann auch nichts mehr zum Verteilen.

Wahlkreise in Segeberg

Der größte Teil des Kreises Segeberg liegt im Bundestags-Wahlkreis 8 Segeberg - Stormarn-Mitte. Zuvor hieß dieser Wahlkreis „Segeberg - Stormarn-Nord“. Doch nach einer Neuschneidung gehören nicht allein die nördlichen Städte wie Bad Oldesloe und Reinfeld und das Amt Bad Oldesloe-Land dazu, sondern auch Ammersbek, Bargteheide und Tangstedt. 

Nicht zum Segeberger Wahlkreis gehören die Stadt Bad Bramstedt, das Amt Bad Bramstedt-Land und das Amt Boostedt-Rickling.

Während das Amt Boostedt-Rickling dem Bundestagswahlkreis 6 Plön-Neumünster zugeschlagen wurde, gehören Bad Bramstedt und die Gemeinden von Bad Bramstedt-Land zum Bundestag-Wahlkreis 3 Steinburg-Dithmarschen Süd.

OLIVER VOGT

 

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