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Segeberg Politisch mitreden: Forum für Migranten in Planung
Lokales Segeberg Politisch mitreden: Forum für Migranten in Planung
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20:47 03.11.2017
„Wir haben den Auftrag ein Forum für Menschen mit Migrationshinter- grund zu erarbeiten.“ Karin Löhmann Fachbereichsleiterin Soziales
Bad Segeberg

Ein Teilhabegremium zu schaffen in dem Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund sich einbringen, um die politische Arbeit mitzugestalten und eine kulturelle Öffnung auf den Weg zu bringen, ist das erklärte Ziel des Kreises Segeberg. So ein Vorhaben braucht jedoch Zeit, um die Grundlagen des politischen Systems, Beteiligungsmöglichkeiten und die Wege dorthin aufzuzeigen, aber auch um Hemmnisse abzubauen. Darum initiierte das Büro für Chancengleichheit und Vielfalt mit der Migrationsbeauftragten des Kreises, Wiebke Wilken, im Sommer eine Ideenwerkstatt und einen mehrtägigen Workshop.

„Nicht ohne dich“ ist ein Projekt zur politischen Teilhabe von Migranten. Im kommenden Jahr soll es in einem Forum münden. Um Interessierte dafür zu gewinnen und vorzubereiten startet heute eine Ideenwerkstatt in Henstedt-Ulzburg.

Denn vor allem braucht so ein Projekt Menschen, die bereit sind sich einzubringen, es mit Leben zu füllen. So wie Rana Hafez. Seit 2014 lebt die Syrerin in Segeberg, arbeitet mittlerweile als Sprach- und Kulturmittlerin im Jobcenter, gibt nebenbei Arabischunterricht an der Volkshochschule in Neumünster. „Hier in Deutschland gibt es richtige Demokratie“, sagt sie, „etwas von dem wir gehört, aber das wir noch nicht erlebt haben. Ich möchte ein Teil dieser Demokratie sein“. Die Bad Segebergerin ist eine von acht Frauen und vier Männern, die an dem Projekt mitarbeitet, das im kommenden Jahr in der Gründung einer Interessenvertretung nach Kieler Vorbild münden soll. In der Landeshauptstadt bilden Empfehlungen des Gremiums bereits seit einigen Jahren die Grundlage und geben Orientierung für die dortige Integrationspolitik.

In Bad Segeberg kamen die hiesigen bisherigen Teilhabeschritte an. „Wir haben von der Politik den Auftrag ein Forum für Menschen mit Migrationshintergrund zu erarbeiten“, sagt Karin Löhmann, Fachbereichsleiterin beim Kreis. Ursprünglich sei alternativ die Gründung eines Beirats im Gespräch gewesen. „Die Menschen sollen sich als Experten in eigener Sache einbringen, aber ein Beirat wäre zu formal gewesen“, sagt Wiebke Wilken. Das schrecke womöglich ab, darum habe man sich für die schwächere Form eines Forums entschieden.

Bis zur Gründung gilt es nun weitere Männer und Frauen für die Mitarbeit fit zu machen und zu gewinnen. Gelingen soll das mit einem weiteren Workshop, der heute mit einer Ideenwerkstatt in Henstedt-Ulzburg startet. In einem offenen Entwicklungsprozess sollen später weitere Kommunen eingebunden werden.

LN

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