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Segeberg Polizei stellt mögliche Mordwaffe sicher
Lokales Segeberg Polizei stellt mögliche Mordwaffe sicher
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22:40 12.01.2018
 November 2017: Suchaktion nach Spuren im Knick durch die Bereitschaftspolizei Eutin. Quelle: Nadine Materne
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Schackendorf/Kiel

Anfang November vergangenen Jahres war die Leiche der Schackendorferin an einem Wirtschaftsweg an der Autobahn 21 gefunden worden. Halbnackt. Ihr Mann will sie entdeckt haben, nachdem die Frau abends zuvor von einem Spaziergang mit dem Hund nicht zurückgekommen sei. Am nächsten Morgen, die Frau war immer noch nicht heimgekehrt, will er sich selbst auf die Suche nach ihr gemacht haben.

 

Im November suchten Polizisten den Leichenfundort ab. Quelle: Foto: Nam
Staatsanwalt Axel Bieler.

Schließlich meldete der 47-Jährige selbst den Fundort der Leiche bei der Polizei: in der Nähe eines Regenrückhaltebeckens am Schackendorfer Ortsrand.

Doch sehr schnell hatten die Ermittler den Ehemann im Verdacht, seine Frau getötet zu haben. Er wurde wegen Mordverdachts festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Und bestreitet die Vorwürfe: „Er gibt Erklärungen auf Fragen der Polizei ab, aber bestreitet die Tat“, sagt Oberstaatsanwalt Axel Bieler zum Stand der Ermittlungen.

Inzwischen sei die Spurensuche abgeschlossen, so Bieler. Polizisten hatten das Haus des Paares durchsucht, das einen kleinen Sohn hat. Hundertschaften aus Eutin rodeten einen ganzen Knick am Fundort der Leiche, Taucher suchten den Grund des Regenrückhaltebeckens ab nach der Tatwaffe. Sichergestellt worden sei inzwischen „ein Gegenstand, der als Tatwaffe in Betracht kommt“, sagt Staatsanwalt Bieler. Angaben darüber, um was für einen Gegenstand es sich dabei handelt, machte er jedoch nicht: „Das ist Täterwissen.“ Das Opfer soll durch Einwirkung stumpfer Gewalt getötet worden sein.

Inzwischen gehen die Ermittler auch davon aus, dass der Fundort der Leiche auch der Tatort ist.

Nun würden die gesammelten Spuren ausgewertet, sagt Bieler zum weiteren Verfahren. Dies werde noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Einen konkreten Termin für eine Anklage gebe es daher noch nicht. Spätestens sechs Monate nach einer Verhaftung jedoch muss die Anklage erhoben sein und ein Prozess bevorstehen, ansonsten müssen die Akten dem Oberlandesgericht vorgelegt werden, um über die Haftfortdauer des Verdächtigen zu entscheiden. Bieler dazu: „Wir gehen selbstverständlich davon aus, dass wir vor Ablauf der Frist Anklage erhoben haben werden.“

 Nadine Materne

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