Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Polizei sucht Kleidung im Mordfall Schackendorf
Lokales Segeberg Polizei sucht Kleidung im Mordfall Schackendorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:52 09.02.2018
Links: Das soll der Mann getragen haben. Rechts: Diese Kleidung trug der Junge. Quelle: Polizei
Anzeige
Schackendorf

Auch nach über drei Monaten nach der Tötung einer Schackendorferin und der Festnahme ihres Ehemannes beschäftigen sich die Ermittler der Kieler Mordkommission mit Details der Tat. Nun veröffentlicht die Polizei Bilder der Bekleidung, die der Tatverdächtige und sein dreijähriger Sohn am Tag der Tat getragen haben dürften. Sie stammen von einer Überwachungskamera und sind von schlechter Qualität.

Von der Kleidung erhoffen sich die Ermittler offenbar weitere wichtige Spuren. Allerdings fehlt diese bis heute. Möglich ist, dass die Sachen entsorgt wurden. Die Ermittlungen haben nach Polizeiangaben ergeben, dass sich der Tatverdächtige am Tattag nicht nur in Schackendorf und Umgebung aufgehalten hat. Außerdem soll er sich im Großraum Bad Segeberg, in den Gemeinden Wahlstedt, Rickling und Negernbötel sowie in Neumünster aufgehalten haben. Es könnte demnach sein, dass die Kleidungsstücke in einem der genannten Gebiete abgelegt worden seien, vermutet die Polizei.

Bei der Bekleidung des Mannes handelt es sich um ein kariertes Oberhemd, eine Jeans und blaue Turnschuhe mit weißen Sohlen. Der Junge trug eine dunkelblaue Jacke mit neongelbem beziehungsweise -grünem Innenfutter der Kapuze und gleichfarbigen Reißverschlüssen sowie einem Reflektor am unteren, hinteren Bereich der Jacke.

Personen, die Angaben zum Verbleib der Kleidungsstücke machen können, werden gebeten, sich mit der Mordkommission in Kiel in Verbindung zu setzen unter der Telefonnummer 04 31/160 33 33.

Ehemann in Untersuchungshaft

Anfang November war die Leiche der 34-Jährigen Frau aus Schackendorf an einem Wirtschaftsweg an der Autobahn 21 gefunden worden. Halbnackt. Das Opfer soll durch Einwirkung stumpfer Gewalt getötet worden sein. Ihr Mann will sie entdeckt haben, nachdem die Frau abends zuvor von einem Spaziergang mit dem Hund nicht zurückgekommen sei. Der 47-Jährige Ehemann geriet schnell als Tatverdächtiger ins Visier der Ermittler. Er wurde wegen Mordverdachts festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Er bestreitet die Vorwürfe.

Spätestens sechs Monate nach einer Verhaftung muss die Anklage erhoben sein und ein Prozess bevorstehen, ansonsten müssen die Akten dem Oberlandesgericht vorgelegt werden, um über die Haftfortdauer des Verdächtigen zu entscheiden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie vor Ablauf dieser Frist Anklage erheben kann.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige