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Segeberg Polizei übt bewaffnete Einsätze
Lokales Segeberg Polizei übt bewaffnete Einsätze
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20:14 14.09.2016

Achtung, es wird geschossen. In der Umgebung der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt werden ab Montag beunruhigende Geräusche zu hören sein. Bis in den Dezember hinein werden dann an der Liegenschaft am Raaberg verschiedene Einsatzlagen geübt, kündigt die Bundespolizei an. „Trainiert werden dort lebensbedrohliche Lagen, in die jeder Streifenbeamte im Dienst kommen kann“, erklärt Direktionssprecher Matthias Menge, der den Begriff „Anti-Terror-Einsatz“ dabei ausdrücklich vermeidet. Allerdings werde bei den realistischen Szenarien auch der Schusswaffengebrauch geübt und der Einsatz von Sprengmitteln simulieren. Daneben könnten auch Hilfeschreie nach außen dringen. Mit Ausnahme dieser Geräuschbelastung gehe für die Bevölkerung aber keinerlei Gefahr aus, versichert Menge. Trainiert werde zudem ausschließlich am Tage.

Die direkten Anwohner seien bereits per Postwurfsendung von den Übungen in Kenntnis gesetzt worden. Natürlich sei aber nicht auszuschließen, dass andere Personen, die sich in der Nähe des Geländes aufhalten, die Übungsgeräusche hören und nicht als solche deuten können. Im Zweifel können sich besorgte Menschen entweder an die nächste Polizeidienststelle oder an die kostenfreie Hotline der Bundespolizei wenden, die unter der Nummer 0800/6888000 zu erreichen ist.

Geplant sei, dass bis Dezember sämtliche Beamte aus dem operativen Dienst an einer solchen Übung teilnehmen sollen, die sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Teil umfassen, sagt Behördensprecher Menge. Inhalt und Ablauf seien jedoch geheim, um potenziellen Täter nichts über die Einsatztaktik zu verraten.

Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt ist eine von neun Direktionen im Bundesgebiet. Zu ihr gehören acht Standorte in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen: Flensburg, Kiel, Rostock, Stralsund und Pasewalk sowie die Bundespolizei See in Neustadt, Warnemünde und Cuxhaven. ov

LN

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