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Polizisten halten Zeugin für glaubwürdig

Norderstedt Polizisten halten Zeugin für glaubwürdig

Am zweiten Verhandlungstag im Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung der Norderstedterin Serena B. durch ihren damaligen Freund Arthur C. (22, Namen geändert) Ende Juni 2014 wurden vor dem Jugendschöffengericht in Norderstedt die beiden Polizeibeamten als Zeugen gehört, die das Opfer vernommen hatten.

Norderstedt. Bei einer ersten Vernehmung von Serena B. im Elternhaus war die Schwester der jungen Frau anwesend. Sie soll B. dazu überredet haben, Anzeige gegen ihren damaligen Freund zu erstatten. Aus Angst vor der Rache des Angeklagten, der sie und ihre Familie bedroht haben soll, wollte die junge Frau eigentlich keine strafrechtlichen Schritte gegen ihren Peiniger unternehmen.

Beide Polizisten gaben vor Gericht an, Serena B. für glaubwürdig zu halten. Wie berichtet, hatte der damalige Freund die junge Frau nach ihrer Darstellung nach einem zunächst einvernehmlichen Beischlaf plötzlich geschlagen, gewürgt und brutal vergewaltigt.

Es soll in der zwei Monate währenden Beziehung schon vorher zu Gewalttätigkeiten gekommen sein, weshalb Serena B. ihrer Aussage nach die Beziehung beenden wollte. Der Angeklagte hatte am ersten Prozesstag das Gegenteil behauptet: Er hatte nicht nur die Vergewaltigung abgestritten, sondern auch, dass er jemals seiner Freundin gegenüber gewalttätig geworden sei. Alles sei einvernehmlich geschehen, so Artur C., der seinerseits behauptete, er habe die Beziehung beenden wollen.

Der Prozess wäre fast frühzeitig zu einem Ende geführt worden, da Richterin Claudia Naumann vorgeschlagen hatte, das Verfahren gegen Zahlung von 3000 Euro seitens des Angeklagten an seine ehemalige Freundin einzustellen. Damit war jedoch die Staatsanwaltschaft angesichts der Schwere des Tatvorwurfs nicht einverstanden. Der Verteidiger hingegen stellte den Antrag, ein Glaubwürdigkeitsgutachten in Bezug auf die Aussage von Serena B. zu erstellen, da diese in ihren Darstellungen teilweise widersprüchlich sei. Das Gericht wird über diesen Antrag entscheiden und setzte einen Fortsetzungstermin für den 17. Februar an. Bis dahin sollen auch Toilettenpapierreste mit Blutspuren untersucht und weitere Zeugen vernommen werden. mka

LN

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