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Segeberg Premiere mit Rehcarpaccio und Naturerkundung
Lokales Segeberg Premiere mit Rehcarpaccio und Naturerkundung
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21:04 19.07.2016
Der Nieselregen störte die Besucher des „Green Dinner“ nicht. Sie genossen das Picknick im Grünen. Quelle: Fotos: Domann

Weiße Dinner gibt es in diesem Sommer reichlich im Kreis Segeberg. Die Hartenholmer Carsten Schroedter und Thorsten Veith haben sich für eine farbliche und inhaltliche Abwechslung entschieden. Sie hatten das „Dinner in Green“ auf dem Tannenhof in Schönmoor organisiert und die Obstwiese mit Bänken und Tischen ausgerüstet.

Das erste „Green Dinner“ in Schönmoor lockte rund 100 Gäste an – Neuauflage im nächsten Jahr geplant.

Etwa 100 Naturliebhaber, darunter viele Jäger, packten ihre prallgefüllten Picknickkörbe aus und ließen sich von dem leichten Nieselregen nicht stören, in Ruhe die Leckereien zu genießen. So auch Martin Hamann aus Bad Bramstedt; der Jungjäger hatte nicht nur Gemüse eingelegt und Pestos gemixt, er hatte auch ein Rehcarpaccio zubereitet. „Event und Carpaccio sind super“, sagte er und ließ sich das hauchdünn geschnittene Rehfleisch auf der Zunge zergehen.

Doch nicht nur das gemeinsame Essen im Grünen stand im Vordergrund, die Veranstalter wollten ihren Gästen auch die Natur etwas näherbringen. „Der Natur auf der Spur sein. Jäger, Imker, Angler helfen dabei“, so Schroedter. Schließlich sollte jeder wissen, dass das Reh nicht die Frau vom Hirschen sei und welche Tiere in Wald und Flur lebten. Verschiedene Tiermodelle von Sing- und Greifvögeln sowie von Dachs, Fuchs und Wiesel halfen dabei. „Dieses ist ein Zaunkönignest, das wurde 1956 von Dr. Heinz Brüll, der eine Wildforschungsstation in Schleswig-Holstein hatte, gefunden“, sagte Jagdausbilderin Dr. Monika Schroedter und zeigte auf die kleine Kugel an einem Ast.

Mit einer Kräutersalz-Aktion beteiligte sich das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume am „Green Dinner“. „Das Dinner ist eine super Idee und ausbaufähig, ich kann mir das an weiteren Orten im Land vorstellen“, betonte Zentrumsleiterin Anne Benett-Sturies. Mit vielen Sinnen die Natur erfahren, konnten Kinder bei Kristina Luchnik. Die Waldpädagogin hatte einen Barfußparcours aufgebaut. Später unternahm sie mit den Kindern eine kleine Nachtwanderung. Kräutermärchen, eine Tombola und weitere Infostände rundeten die Veranstaltung ab. „Die letzten Gäste sind gegen zwei Uhr morgens gegangen, es war ein schöner Abend. Wir werden im kommenden Jahr wieder ein Green Dinner anbieten“, sagte Carsten Schroedter.

 sd

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