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Segeberg Pronstorfs neue Bürgermeisterin will andere Eckpunkte setzen
Lokales Segeberg Pronstorfs neue Bürgermeisterin will andere Eckpunkte setzen
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22:21 26.06.2013
In geheimer Wahl unterlegen: Der frühere Bürgermeister Ronald Wiedekamp gratuliert seiner Nachfolgerin Bettina Albert. Quelle: Foto: Glombik
Pronstorf

Im Bundeskanzleramt sitzt eine Frau, im Segeberger Landratsamt führt erstmals eine Frau die Geschäfte und nun steht zum ersten Mal auch in Pronstorf eine Frau an der Spitze. Vorgestern wurde in der konstituierenden Sitzung Bettina Albert (CDU) in geheimer Abstimmung zur neuen Bürgermeisterin von Pronstorf gewählt.

„Die Würfel sind gefallen“, sagte Peter Krug, der die Wahl leitete. Ronald Wiedekamp von der Wählergemeinschaft Pronstorf (WG) — sechs Jahre Bürgermeister gewesen — war vorgeschlagen worden und bekam vier Stimmen, Bettina Albert neun. Damit hatte sie eine zusätzlich Stimme aus dem Lager der WG gewonnen.

Wie berichtet, hatten sich SPD und CDU in Gesprächen vorher geeinigt. Die SPD hatte ihre beiden Gemeindevertreter aufgefordert, für Bettina Albert zu stimmen. Wiedekamp hatte bei den Kommunalwahlen in Pronstorf persönlich großen Zuspruch bekommen. „Deshalb habe ich mich zur Wahl gestellt, obwohl ich wusste, dass ich keine Chance habe“, sagte er den LN. Das sei er aber seinen Wählern schuldig gewesen.

Bettina Albert dankte Wiedekamp für seine geleistete Arbeit für die Gemeinde und auch für die gute Zusammenarbeit. Er habe sich besonders um die Finanzen bemüht, sich über jeden gesparten Euro gefreut. Sehr viel Freude habe ihm die Aufgabe als Eheschließungsbeamter bei den Trauungen gegeben. Zum ersten Stellvertreter der Bürgermeisterin wurde Jörg Grell gewählt, zweiter Stellvertreter ist Hans-Caspar Graf zu Rantzau. Christian Deitlaff ist Vorsitzender des Maßnahmenausschusses, Jörg Grell des Planungsausschusses.

Bettina Albert freut sich sichtlich auf ihre neue Herausforderung. Die Mutter von drei Kindern und IT-Fachfrau will „neue Eckpunkte in Pronstorf setzen“, betonte die 50-Jährige in einem Gespräch. Vor allem will sie die Jugendarbeit in der Gemeinde mit immerhin 1700 Einwohner voranbringen. Denkbar wäre für sie die Einrichtung eines Jugendtreffs, vielleicht in einer Scheune, damit sich die Jugendlichen nicht nur über facebook austauschen. Kochkurse oder Englischkurse sollen angeboten werden. Gerade bei Neubürger-Familien sei es wichtig, die Kinder und Jugendlichen gleich im Ort zu integrieren. Baulücken sollen geschlossen werden, junge Familien ins Dorf ziehen, so ihr Plan. Vorankommen müsse Pronstorf vor allem mit der Breitband-Versorgung. „Das Internet ist hier eine Katastrophe.“ Das sei vor allem für jene Bürger wichtig, die zu Hause arbeiten. Diskussionen in der Gemeindevertretung seien wichtig, aber auch Einvernehmen. Bettina Albert: „Wir haben in unserer Gemeindevertretung eine tolle Mischung aus erfahrenen und ganz jungen Vertretern.“

„„Das Internet ist hier eine Katastrophe.“
Bettina Albert

Wolfgang Glombik

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