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Segeberg Publikum begeistert: Toller Auftakt für „Old Surehand“
Lokales Segeberg Publikum begeistert: Toller Auftakt für „Old Surehand“
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20:36 26.06.2017
Grande Finale: Publikum und Ensemble bestaunen das Feuerwerk nach der Premiere. Der Überraschungssänger. . . Quelle: Fotos: Oliver Vogt (5)/hfr
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Bad Segeberg

In Abwesenheit eines amtierenden Ministerpräsidenten musste Ehrenhäuptling „Starker Bär aus dem Norden“ ran. „Es geht wieder los. Endlich!“, rief Ex-Landesvater Peter Harry Carstensen mit geballter Siegesfaust den mehr als 7000 jubelnden Premierenzuschauern im Kalkberg-Stadion zu, bevor er die 66. Spielzeit mit einem Revolverschuss offiziell eröffnete. Nicht ohne noch der „kleinen, blonden Squaw aus den kalkigen Bergen“, gemeint war Kalkberg-GmbH- Chefin Ute Thienel, dafür zu danken, dass sie die Spiele seit nunmehr 16 Jahren von Erfolg zu Erfolg führt.

Leichter Nieselregen und ein, zwei kleine Pannen konnten die Premiere nicht trüben: Die Karl-May-Spiele liefern ein rundum gelungenes Paket ab.

Nach den launigen Worten konnte es dann tatsächlich losgehen. Zwei Stunden lang wurde den Zuschauern mit „Old Surehand“ allerbeste Live-Unterhaltung geboten. Action, Drama und Comedy lösten sich in rasanter Folge ab. Das Publikum lachte über die Gags von Meisterkoch „François“ (Patrick L. Schmitz) und seinen Sidekicks Pitt Holbers (Stephan A. Tölle) und Dick Hammerdull (Harald Wieczorek), jubelte beim filmreifen Kuss zwischen Lea-tshina (Sila Sahin) und Old Surehand (Alexander Klaws), hielt bei den bösen Machenschaften von General Douglas (Mathieu Carrière) und Old Wabble (Joshy Peters) den Atem an, um dann beim Einritt von Winnetou (Jan Sosniok) zur berühmten Melodie erleichtert aufzuatmen. Regisseur Norbert Schultze jr. und Drehbuchautor Michael Stamp haben auch dieses Jahr wieder die Erwartungen der Fans voll erfüllt, vielleicht sogar übertroffen. Selbiges gilt für die Spielleitung unter Stefan Tietgen. Insbesondere das große Finale, die Schlacht um das Fort Terrel, bei dem die beiden Schurken schließlich den Tod finden, ist spektakulär inszeniert.

Kleine Pannen gingen da fast unter. Wie bereits in der Generalprobe, streikte auch bei der Premiere kurzzeitig Jan Sosnioks Mikrofon. Um sich dennoch Gehör zu verschaffen, musste der Schauspieler auf Kuscheldistanz an seine Bühnenkollegen heranrücken, was für einen ungeplanten Comedy-Moment sorgte. Ein tierischer Darsteller, ein Wüstenbussard, entschied sich, auf einem Lichtmast statt auf der Hand des Medizinmanns (Ben Bremer) zu landen, was der jedoch souverän überspielte.

Das Publikum war jedenfalls beseelt. „Gefühlt schaue ich mir seit 50 Jahren die Spiele an. Aber dieses war für mich eines der besten Stücke überhaupt“, lobte Premieren-Besucherin Kirsten Hagemann aus Bad Segeberg im Anschluss. „Grandios“, befand auch Ehemann Hauke. Die Mischung habe einfach gestimmt. „Schöne Story, tolle Actionszenen und Effekte. Mir hat es sehr gut gefallen. Sogar noch einen Tick besser als im letzten Jahr“, befand auch Carola Mohr aus Fahrenkrug.

Ohne bekannte Gesichter im Publikum wäre eine Karl-May-Premiere aber nicht vollständig. Die Landesregierung war unter anderem mit Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, Finanzministerin Monika Heinold und Sozialministerin Kristin Alheit vertreten, aus dem Showbusiness konnten die Gäste Moderator Carlo von Tiedemann, Schauspieler Till Demtrøder, Mola Adebisi, Rosi Jacob, Christian Seeler und einige mehr im Publikum entdecken.

Oliver Vogt

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