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Segeberg Puppen und Teddys sind mehr als Spielzeug
Lokales Segeberg Puppen und Teddys sind mehr als Spielzeug
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21:26 24.06.2013
Von Petra Dreu
Sie eröffneten eine ungewöhnliche Ausstellung bei Antique & Art: Klaus Niehusen, die stellvertretende Leiterin der lettischen Botschaft, Guna Japina, Künstlerin Inara Liepa und Landrätin Jutta Hartwieg (v. l.). Quelle: Fotos: Dreu

20 Jahre lang hat Inara Liepa Puppen und Teddybären gesammelt, um durch sie das Erbe der Kindheit aus Lettland, Deutschland, Frankreich, Russland und anderer Länder sowie verschiedene Epochen und Traditionen darzustellen. Aus der Sammlung wurde eine Botschaft ihres Heimatlandes, dessen Hauptstadt Riga im nächsten Jahr Kulturhauptstadt Europas sein wird.

Die Ausstellungseröffnung am Sonntag in der Galerie antique & art wurde zu einem Geschenkereigen, denn Inara Liepa hatte nicht nur ihre 20 „Kofferhäuser“, in denen sie die vielen verschiedenen Puppen zu Themen arrangiert hatte, mitgebracht. Vielmehr machten die Erläuterungen der Puppenkünstlerin und der stellvertretenden Botschaftsleiterin Guna Japina Lust auf mehr Lettland. Wie es Tradition in ihrem Heimatland ist, sang Inara Liepa für ihre Gäste. Und sie verschenkte lettische Spezialitäten, so dass die Arme von Landrätin Jutta Hartwieg und Ausstellungs-Gastgeber Klaus Niehusen voll bepackt waren, darunter Stofftiere, die Inara Liepa selbst gefertigt hat. Eine ganz besondere Puppe jedoch hatte sie für einen ganz besonderen Gast mitgebracht, für die Sopranistin Martina Doehring, die den baltischen Staaten eng verbunden ist.

„Es ist eine Ausstellung, die verbindet und zeigt, dass sich die deutsche Kindheit nicht von der in Frankreich, Estland oder Lettland unterscheidet“, sagte Landrätin Jutta Hartwieg, für die Spielzeug wie eine Generalprobe für das Leben ist. „Wenn Kinder Vater, Mutter, Kind spielen, lernen sie, die Welt zu verstehen. Puppen und Teddybären sind mehr als Spielzeug. Sie sind Zuhörer, Tröster, fast schon Familienmitglieder und bewachen den Schlaf“, so die Landrätin.

Inara Liepa lobte die Zusammenarbeit mit Klaus Niehusen. Trotz Sprachschwierigkeiten habe man sich verstanden. „Ich fühle mich wie zu Hause“, so die Künstlerin. Wichtig sei, die Ausstellung mit dem Herzen wahrzunehmen. „Jedes Objekt war für jemanden sehr kostbar und stammt zum Teil aus einer Zeit, als das Überleben das Wertvollste war“, ergänzte Inara Liepa. Im Hinblick auf das Schleswig-Holstein Musik Festival, deren Schwerpunkt in diesem Jahr die baltischen Länder sind, hatte sie ein Musikinstrument in nahezu jedes der 20 Kofferhäuser eingebaut.

Zu sehen ist die Ausstellung bis 22. September, donnerstags bis sonntags von 13 bis 18 Uhr sowie während der Konzerte und des Musikfestes beim Schleswig-Holstein Musik Festival, die auf dem benachbarten Gut Pronstorf stattfinden.

Petra Dreu

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