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Segeberg Quartiersuche: Polizei Itzstedt plant Umzug
Lokales Segeberg Quartiersuche: Polizei Itzstedt plant Umzug
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20:24 04.06.2016

Das Amt Itzstedt braucht mehr Platz und würde gerne die an die Polizeistation vermieteten Räume im Erdgeschoss mitnutzen. Das kommt der Polizei nicht ungelegen, da die fast 15 Jahre alte Dienststelle nicht mehr modernen Standards entspricht – und ebenfalls zu klein ist. So gebe es bisher keine getrennten Toiletten oder Umkleideräume, sagt Stationsleiterin Inga Cordsen. Der Raum, in dem sich die Beamten umziehen diene außerdem als Kopier- und Serverraum. „Ein, zwei Büros mehr könnten wir auch gebrauchen“, so Cordsen, die „schnellstmöglich“ ein neues Quartier beziehen möchte. Die Suche läuft. Laut dem stellvertretenden Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg, Jan-Hendrik Lewering, aber ist ein Umzug in diesem Jahr eher unwahrscheinlich.

„Wir werden der Polizei aber nicht kündigen“, betont Amtsleiter Reiner Lietsch. Die Aufgaben der Amtsverwaltung seien gestiegen, teilweise arbeiteten bereits drei Personen in einem Büro. Im Erdgeschoss sind die publikumswirksamen Abteilungen angesiedelt. Gerne würde man hier auch die Betreuung der Asylbewerber hinverlagern – wenn die Räume der Polizei frei werden. Er wisse aber noch nicht, wann die Polizei aus der Segeberger Straße 41 ausziehe.

„Einen genauen Zeitplan gibt es nicht“, so Lewering. Auch sei noch keine Entscheidung zu einem neuen Objekt für die Dienststelle gefallen. „Die Kollegen in Itzstedt haben ein Objekt im Auge, das sie für geeignet halten.“ Laut Stationschefin Cordsen sei dies ganz in der Nähe des bisherigen Standortes. Die Objektrecherche, die Verhandlungen, insbesondere über die Mietzahlungen und die Gesamtkostenermittlung, führe aber das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein, so Lewering. Das Ergebnis wiederum müsse mit dem Finanzministerium abgesprochen werden. Er rechne nicht mit einem Umzug der Dienststelle vor 2017.

Arbeitsschutzrechtlich entspreche die Station auch noch den gesetzlichen Anforderungen, betont Lewering. In kleineren Dienststellen – in Itzstedt sind es derzeit sechs Beamte, maximal sieben – seien die Mitarbeiter in der Lage, sich abzusprechen bei der Nutzung der Sanitärräume. Wenn aber ein Umzug anstehe, so Lewering, nutze man natürlich die Gelegenheit, moderne Standards umzusetzen.

Dazu gehört auch die Barrierefreiheit. In Itzstedt müssen Besucher der Polizeistation drei Stufen überwinden, schildert Stationsleiterin Cordsen. Der Umweg über die Amtsverwaltung sei aber barrierefrei. Auch gebe es eine Klingel. Das sei nicht das Hauptproblem.

Eine Zeit lang wurde überlegt, das Platzproblem mit der Anmietung eines weiteren Raumes im Amtsgebäude zu lösen, jedoch würden sich die nötigen Umbaumaßnahmen kaum rechnen, so Cordsen. Alle setzen also auf den Umzug innerhalb Itzstedts. Rein polizeitaktisch, so Lewering, sei es auch möglich, nach Nahe zu gehen. Die beiden Orte lägen ja nur wenige 100 Meter entfernt.

Über den aktuellen Stand der Umzugspläne der Polizei Itzstedt wird am Montag, 6. Juni, 17 Uhr, im Zentralausschuss des Amtsausschusses berichtet – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Grund dafür laut Amtsleiter Lietsch: „Datenschutz.“ Da auch Namen potenzieller neuer Vermieter genannt werden.

Nadine Materne

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