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Segeberg Quinoa – das Andenkorn wächst auch in Traventhal
Lokales Segeberg Quinoa – das Andenkorn wächst auch in Traventhal
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21:12 15.11.2016
In Traventhal machten sich Frederik und Angela Schulze-Hamann bei Thekla Steinmatz (v.l.) selbst ein Bild von dem Getreide, das eigentlich gar keins ist.
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Sich gesund zu ernähren, ist manchmal leichter gesagt als getan – vor allem dann, wenn Allergien lukullische Genüsse zunichtemachen. Bei Gourmets mit Glutenallergien ist derzeit Quinoa auf Siegeszug in deutschen Küchen. Woher die kleinen runden Körner kommen, wie sie angebaut werden und was sich aus dem Anden-Gewächs alles machen lässt, will das Landhaus Schulze-Hamann am kommenden Freitag seinen Gästen zeigen.

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In Traventhal machten sich Frederik und Angela Schulze-Hamann bei Thekla Steinmatz (v.l.) selbst ein Bild von dem Getreide, das eigentlich gar keins ist.

„Es ist ein hochwertiges Lebensmittel mit einem guten Geschmack.“Angela Schulze-Hamann, Gastwirtin

Auf zwei Peru-Reisen hatte der Traventhaler Landwirt Hans-Jürgen Steinmatz die Körner schätzen gelernt, die bereits vor 5000 Jahren Grundnahrungsmittel für die Menschen in den Hochanden waren und dort immer noch als Eiweißlieferant angebaut werden. Die Gerichte aus Quinoa haben den Landwirt so sehr begeistert wie das Land selbst. Seit mittlerweile zwei Jahren wachsen die glutenfreien Körner auf seinem Acker in Traventhal. Wer allerdings glaubt, dass Quinoa eine Getreideart ist, der irrt. Wie Spinat und Rote Beete gehört Quinoa zur Familie der Gänsefußgewächse.

Dass die Körner immer mehr in der glutenfreien Küche verwendet werden, liegt auf der Hand. Dass sich damit aber auch Gerichte zaubern lassen, die auch Nicht-Allergikern auf der Zunge zergehen, wissen die wenigsten Esser. „Ich koche schon länger mit Quinoa. Es ist ein hochwertiges Lebensmittel mit einem guten Geschmack“, verrät Angela Schulze-Hamann, die in ihrem Landhaus immer offen für Neues ist.

Dass Quinoa nicht mehr per Schiff um die halbe Welt transportiert wird, sondern in der Region frisch zu haben ist, begeisterte die Küchenchefin. Gemeinsam mit ihrem Sohn Frederik Schulze-Hamann hatte sie sich auf den Weg nach Traventhal gemachte, um sich selbst ein Bild von den Pflanzen und ihren Körnern zu machen, die auf den ersten Blick wie Senfkörner aussehen. Dabei fassten Angela Schulze-Hamann und Hans-Jürgen Steinmatz den Beschluss, das Körnergewächs zusammen mit Informationen und Eindrücken von seinen Peru-Reisen den Gästen des Landhauses vorzustellen.

Am kommenden Freitag, 18. November ist es ab 19 Uhr soweit: Hans-Jürgen Steinmatz erzählt interessante Geschichten und Fakten über seine Reisen in die Anden und seine Erfahrungen mit dem Quinoa-Anbau in Schleswig-Holstein. Angela Schulze-Hamann dagegen bringt den Gästen die vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten von Quinoa näher, während das Team des Landhauses die unterschiedlichsten Gerichte auftischt. „Zum Einstieg in den Abend gibt es das Nationalgetränk der Peruaner – Pisku“, erzählt die Küchenchefin.

Die Veranstaltung im Landhaus Schulze-Hamann beginnt am kommenden Freitag, 18. November, um 19 Uhr. Der Eintritt in Höhe von 20 Euro beinhaltet den Vortrag, den Pisku und das Essen. Reservierung erforderlich: ☎ 04557/99700.

 Petra Dreu

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