Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Rackern für den Schulanfang
Lokales Segeberg Rackern für den Schulanfang
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:29 31.08.2016
Schulleiterin Christiane Wolf und ihre Kolleginnen räumen den Kunstraum im neuen Anbau ein. Quelle: Fotos: Kim Meyer

Kartons, Kisten, Regale und anderes Gedöns stapelt sich mit einer feinen Staubschicht überzogen in den Gängen der Theodor-Storm-Schule in Bad Segeberg. Knapp eine Woche vor Schulbeginn ist die Grundschule, die einen neuen zweistöckigen Anbau bekommen hat, noch immer eine Großbaustelle. Aber das soll sich zügig ändern: Fleißig wie die Ameisen schwirren Schulleiterin Christiane Wolf, ihre Kolleginnen, Hausmeister Andreas Töpperwien und die Handwerker durch das Gebäude, um Ordnung zu schaffen.

Zur Galerie
Schulleiterin Christiane Wolf und ihre Kolleginnen räumen den Kunstraum im neuen Anbau ein.

„In fast allen Räumen der Schule wird gearbeitet.“ Christiane Wolf, Schulleiterin

„In fast allen Räumen der Schule wird gearbeitet“, sagt Schulleiterin Christiane Wolf. Denn mit dem über 600 Quadratmeter großen Anbau ergaben sich so einige weitere Baustellen. „Unsere Brandschutzanlage wurde bei dem Anbau an die aktuellen Bestimmungen angepasst, das ist ein riesiger Aufwand“, sagt Wolf. Einige Räume müssen zudem umziehen – so auch die Kunst- und Musikräume. Sie finden ab jetzt Platz im Anbau. Dort sind von nun an auch einige Klassen-, Computer- und Gruppenräume, eine Mensa sowie Räume der Offenen Ganztagsschule zu finden. Mit dem Neubau entspannt sich die jahrelange Raumknappheit der Grundschule.

Auf einem Rollwagen gestapelt fährt Hausmeister Andreas Töpperwien Musikinstrumente durch die Gänge. Seinen Sommerurlaub musste er in diesem Jahr umlegen, und aktuell schiebt er Sonderschichten. „Wir haben ohne Ende Lehrmaterial – und bis Montag soll ja alles fertig werden“, sagt Töpperwien und will gerade mit dem Rollwagen losschieben, als eine Lehrerin Hilfe braucht und über den Flur ruft: „Wo gibt es denn noch Müllsäcke?“

Fast das gesamte Lehrerkollegium, die Sekretärin und auch Mitarbeiter der Offenen Ganztagsschule opfern ihre Zeit und packen mit an. „Das ist so toll! Das ist ein wunderbares, tolles Team hier“, lobt Christiane Wolf. Auch der Sommerurlaub der Schulleiterin fiel in diesem Jahr schmaler aus. Schließlich musste viel organisiert werden, damit das Mammut-Projekt in den Ferien zügig zu Ende gebracht werden kann. „Der Neubau wird allerdings nicht ganz fertig werden“, sagt Wolf. „Aber es wird so sein, dass wir darin arbeiten können. Die Außenanlage ist erst in der zweiten Schulwoche fertig.“ Der Fahrstuhl im neuen Anbau kann auch noch nicht benutzt werden, der müsse erst vom Tüv abgenommen werden. Gerade gibt es zudem noch einen Zwischenfall: Die Telefonanlage funktioniert nicht.

Langsam rollen die ersten Schweißperlen über die Stirn von Jana Reimers. Seit 9 Uhr morgens schleppt sie Kisten und Kartons die Treppen hoch und runter. Pinsel und Farben trägt sie gerade in den neuen Kunstraum. „Das ist quasi mein erster Arbeitstag“, sagt die 28-Jährige, die neu an der Grundschule anfängt zu arbeiten und eine erste Klasse übernehmen wird. Einige der insgesamt 21 Lehrerinnen sind neu. Zwischen den Kisten und Kartons ist zu hören: „Ach, bist du auch frisch hier?“ oder aber auch „Machst du Englisch in der 3b?“. So ist die Arbeit auf der Baustelle gleich ein tatkräftiges Kennenlernen der neuen Kollegen – und da gibt es auch mal kleinere Diskussionen: „Wohin wollen wir denn jetzt die Bilder stellen?“ – „Am besten da in die Ecke.“ – „Vielleicht besser da hinter den Schrank.“ – „Gut!“ Problem gelöst.

„Aaah! Die erste Verletzung“, tönt es plötzlich aus dem Werkraum. Die Schulleiterin ist beim Einräumen der Werkzeuge in die Regale an den auf dem Boden aufgereihten Sägen vorbeigeschrammt. An ihrem Unterschenkel blutet nun eine Schnittwunde. „Ausgerechnet hier stehen die Sägen“, flucht sie. „Aber es ist nicht so schlimm – weitermachen“, fügt sie hinzu und lacht schon wieder.

Aber nicht nur in dem Gebäude wird bei strahlendem Sonnenschein fleißig gearbeitet, vor der Tür montieren die Handwerker von KJK-Metallbau gerade die Fluchttreppe für den Neubau. „Mehr als 400 Einzelteile müssen wir zusammenbringen“, sagt Stefan Keding, während seine Kollegen Dennis Schäfer und Heiko Jemba mit einer Sackkarre gerade ein Teil des Geländers bringen. „Das ist richtig schwer.“

Gemeinsam hieven die Männer das große Stück Metall die Stufen hinauf. Schließlich soll am Montag alles soweit sein, für das neue Schuljahr.

Kim Meyer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Wochenende findet das 30. Norderstedter Weinfest statt – Die Veranstalter bieten ein vielfältiges Programm.

31.08.2016

Am Sonntag lädt der Landesverein für Innere Mission traditionell zum bunten Treiben mit vielen Ständen, noch mehr Musik und Mitmachaktionen nach Rickling.

31.08.2016

Der Koberg in Lübeck gibt uns Rätsel auf. Wie kann eine Großbaustelle mitten in der Stadt nach Plan verlaufen und früher fertig werden als vorhergesagt?

31.08.2016
Anzeige