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Segeberg Raiba Leezen leidet unter Zinspolitik
Lokales Segeberg Raiba Leezen leidet unter Zinspolitik
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21:24 27.05.2016
Klaus Harm und Birgit Schmidt wurden auf der Vertreterversammlung einstimmig als Mitglieder des Aufsichtsrates wiedergewählt. Quelle: Fotos: Dreu

Das vergangene Jahr war besonders für kleine Banken nicht einfach. Das Niedrigzinsniveau, der zunehmende Wettbewerb und die verschärften Regulierungsvorgaben machen ihnen zu schaffen. Die Raiffeisenbank Leezen aber schaffte im vergangenen Jahr immerhin einen Jahresüberschuss in Höhe von 265000 Euro und bescherte ihren Mitgliedern damit eine Dividende von 4,5 Prozent.

Dennoch gibt es 4,5 Prozent Dividende für die „Genossen“ – Jahresüberschuss von 265000 Euro.

Die Raiba in Zahlen

219 Millionen Euro betrug die Bilanzsumme im Jahr 2015. Das sind 18 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor.

265 000 Euro erwirtschaftete die Raiffeisenbank als als Jahresüberschuss.

157000 Euro werden davon als Dividende ausgezahlt. pd

„Wir haben in den letzten Jahren die richtigen Entscheidungen getroffen und sind mit gutem Personal gut aufgestellt“, sagte Vorstand Holger Petersen am Donnerstag während der Vertreterversammlung im „Hotel Teegen“. Dabei präsentierte sich die Raiffeisenbank als Geldinstitut, das mit der Zeit geht. Kleine Filme mit den Mitarbeitern Gert Jürgens und Ann-Christin Beckmann als Werbebotschafter sind der Renner auf Facebook und finden im Segeberger Kino Anklang.

„Seit 2010 hat sich die Zahl der Kunden, die das Homebanking nutzen, um 50 Prozent erhöht. Mittlerweile erledigen Zweidrittel unserer Kunden ihren Zahlungsverkehr von zu Hause aus“, erläuterte Petersen. Eine große Anzahl verwende die Banking-App, die einen Piepston schicke, wenn das Gehalt auf dem Konto eingegangen ist. „Sogar ein Piepton, wenn der Ehepartner mit der anderen Karte einkauft, ist bei einer solchen App möglich“, sagte der Vorstand.

Für das laufende und kommende Jahr stehen der Raiffeisenbank einige Veränderungen ins Haus. So seien Rechenzentralen der norddeutschen Genossenschaftsbanken zusammengelegt worden, wodurch viele Schulungstage nötig werden, die wiederum Ressourcen binden würden. Die räumliche Veränderung in Wahlstedt werfe ebenfalls ihre Schatten voraus. Die Filiale soll im ersten Quartal 2017 umgebaut werden.

Holger Petersen und sein Vorstandskollege Peter Kling sehen zwar weiterhin hohe Potenziale am Markt, neben der Niedrigzinsphase und der Digitalisierung hätten jedoch vor allem die beschlossenen Regulierungsmaßnahmen Auswirkungen auf das Eigenkapital. Trotz rückläufiger Margen müsse die weitere Stärkung des Eigenkapitals gelingen.

„Dass wir kleinen Banken besonders unter der Regulierung leiden, ist inzwischen auch wissenschaftlich belegt. Das führt aus unserer Sicht zu einer Wettbewerbsverzerrung. Deshalb appellieren wir an die Politik, zu handeln und möglichst schnell Erleichterungen für uns kleine Banken zu schaffen“, sagte Peter Kling.

Eine Erhöhung der Genossenschaftsanteile sei keine Option, denn diese Einlagen seien bedingt durch die Dividenden teures Eigenkapital, beantwortete Holger Peters eine Frage aus dem Publikum. Auch eine Erhöhung der Gebühren sei momentan nicht geplant. „Aber bei dem, was wir in der vergangenen Zeit erlebt haben, können wir nichts ausschließen. Für die Politik der Europäischen Zentralbank sind wir nicht zuständig. Wir leben in einem friedlichen Europa – und das ist der Preis“, so Petersen.

Wiedergewählt wurden Birgit Schmidt und Klaus Harm als Aufsichtsratsmitglieder. Heinrich Reher (64) wurde für seine 40-jährigen Dienstzugehörigkeit mit der Ehrenmedaille in Gold geehrt.

Petra Dreu

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