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Segeberg Raiffeisenbank Leezen: Neuer Vorstand legt gute Zahlen vor
Lokales Segeberg Raiffeisenbank Leezen: Neuer Vorstand legt gute Zahlen vor
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20:28 30.06.2017
Die Raiba-Vorstände Wolfgang Riesenberg (l.) und Annette Kaufhold (2. v. r.) ehrten Dirk Mäckelmann und Renate Detlefs, Torsten Tilly (r.) wurde erneut in den Aufsichtsrat der Bank gewählt. Quelle: Foto: Vogt
Neversdorf/Leezen

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Fast bei allen Kennzahlen hat die Raiffeisenbank Leezen unter ihrem neuen Vorstand im Jahr 2016 noch einmal zugelegt. Für die 4777 Mitglieder, für die am Donnerstagabend knapp 80 Vertreter zur Bilanzvorstellung in den Neversdorfer Gasthof Waidmanns Ruh gekommen waren, fällt daher auch für das Geschäftsjahr 2016 eine kleine Dividende ab. Der Rauswurf des früheren Vorstands vor einem Jahr war zwar nur am Rande Thema auf der Versammlung. Erstmals nannte Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Schmidt aber öffentlich Gründe für die Entscheidung ihres Gremiums.

Zunächst konnte der neue Vorstand jedoch sichtlich zufrieden seine aktuelle Bilanz vorstellen. So schloss die Genossenschaftsbank mit einem Betriebsergebnis von 1,98 Millionen Euro ab – 200000 Euro über dem Vorjahr – und einem Jahresüberschuss von 215205 Euro. „Ein Spitzenwert, der ohne Ihr Vertrauen nicht möglich gewesen wäre“, so Vorstand Wolfgang Riesenberg zu den Anwesenden.

„Erfreuliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen“ hätten auch zu einem Anstieg der Kundenkredite von 114 auf 130 Millionen Euro geführt. „Ein Trend, der auch 2017 anhält“, sagte Riesenberg. Derweil stiegen die Kundeneinlagen ebenfalls von 155 auf 164 Millionen Euro an, das Eigenkapital der Bank erhöhte sich im selben Zeitraum von 18,6 auf 20,2 Millionen Euro, das Zinsergebnis steigt von 4,99 leicht auf 5,06 Millionen Euro. Gemessen an den Einlagen sei noch mehr drin gewesen. Wegen des weiter geringen Zinsniveaus habe das nominale Wachstums aber nicht mit dem bilanziellen Schritt gehalten, führte Riesenberg aus. Er hoffe, dass die Europäische Zentralbank absehbar ihre Niedrigzinspolitik überdenke, „damit wir nicht irgendwann gezwungen sind, unsere Kunden mit Minuszinsen zu belasten“.

Vorstandskollegin Annette Kaufhold versprach, dass die Raiffeisenbank auch künftig in der Region verwurzelt bleibe. Derzeit werde ihr aus fast allen Standorten der Raiffeisenbank von der Erschließung neuer Bau- und Gewerbegebiete berichtet. Die zum Teil exorbitanten Grundstückspreise in Hamburg machten Ansiedlungen im Umland attraktiver. „Zuzug und Neuansiedlungen von Gewerbe bieten weitere Potenziale für die Entwicklung der Bank“, so Kaufhold. Eines der vordringlichen Zukunftsziele sei es, die Eigenständigkeit des Instituts zu bewahren.

Das hatte der geschasste Vorstand offenbar anders gesehen. „Die Geschäftspolitik des ehemaligen Vorstands war nicht auf die Eigenständig gerichtet“, räumte Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Schmidt auf Nachfrage eines Mitglieds ein. Es sei – offenbar ohne wirtschaftliche Notwendigkeit – eine Fusion der Raiba mit einer Nachbarschaftsbank angestrebt worden, was der Aufsichtsrat nicht habe mittragen wollen. Daher habe das Gremium sein Recht wahrgenommen, den Vorstand von seinen Aufgaben zu entbinden.

Überdies war die Versammlung von Eintracht geprägt. Geehrt wurde Dirk Mäckelmann für 25 Jahre Firmenzugehörigkeit und Renate Detlefs aus der Filiale Nahe wurde nach 47 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet. Maren Thies und Torsten Tilly wurden ohne Gegenkandidaten nach einstimmiger Wahl als Mitglieder im Aufsichtsrat bestätigt.

3,5 Prozent Dividende für Mitglieder

Die Raiffeisenbank Leezen, gegründet im Jahre 1901, beschäftigt derzeit 60 Mitarbeiter, die sich auf sieben Standorte verteilen. Mit Filialen vertreten ist die Genossenschaftsbank neben der Zentrale in Leezen auch in Bad Segeberg, Wahlstedt, Seedorf-Schlamersdorf, Stuvenborn, Sülfeld und Nahe.

Der Jahresüberschuss von 218 476,93 Euro (inklusive 3271,61 Euro Gewinnvortrag aus 2015), den die Raiffeisenbank im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftet hat, wird wie folgt aufgeteilt.

90000 Euro fließen in die gesetzliche und andere Rücklagen, 125381,49 Euro werden als Dividende ausgeschüttet. Das entspricht einer Quote von 3,5 Prozent. 3095,44 Euro werden als Vortrag ins Geschäftsjahr 2017 mitgenommen. Die Mitglieder billigten das einstimmig.

Oliver Vogt

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