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Segeberg Ralf Dümmel erobert die Löwenrunde
Lokales Segeberg Ralf Dümmel erobert die Löwenrunde
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18:25 27.08.2016
Höhle der Löwen: Ralf Dümmel (Mitte), Judith Williams und Frank Thelen lassen sich in der TV-Show die Ideen der Gründer vorführen. Quelle: Fotos: Vox / Bernd-Michael Maurer, Rieka.anscheit, Privat

Eine Bügelhilfe ist die erste Idee, in die Ralf Dümmel in der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ investiert hat – 120 000 Euro für einen Anteil von 25,1 Prozent an dem Start-Up. Eigentlich ist der gebürtige Bad Segeberger Geschäftsführer bei DS Produkte, einem Handelskonzern mit Sitz in Stapelfeld. Jetzt sitzt der 49-Jährige in der neuen Staffel der TV-Show, bei der Gründer ihre Ideen vorstellen und auf eine Finanzspritze durch die Investoren hoffen, neben Carsten Maschmeyer (AWD-Gründer), Jochen Schweizer (Erlebnisgutscheine), Frank Thelen (Risikokapitalgeber) und Judith Williams (Schmuckunternehmen) in der Jury. Und das ist eine ganz neue Aufgabe für den Familienvater.

Der gebürtige Bad Segeberger führt die Firma DS Produkte in Stapelfeld – Er ist neues Jury-Mitglied bei Vox.

„Ohne Risiko, kein gutes Geschäft!“Ralf Dümmel, Investor

Im Frühjahr wurde die neue Staffel abgedreht. „Das waren so 15 Tage“, sagt Ralf Dümmel. „Immer von frühmorgens bis spätabends – das war schon anstrengend.“ Denn für die Investoren geht es in der Show um richtig viel Geld. „Da muss man den ganzen Tag aufmerksam sein“, sagt Dümmel. „Am Abend weiß man dann, was man getan hat.“ Denn auch in den Drehpause gab es keine Zeit zum Verschnaufen. „Da habe ich Dinge für die Firma erledigt. Heute klappt das ja alles recht gut per Mail oder SMS“, sagt der Geschäftsführer von DS Produkte.

Überrascht haben den Neu-Löwen die Dreharbeiten. „Ich habe die Show vorher verfolgt, weil sie zu unserem Business passt“, sagt Dümmel, der ein Näschen für nützliche Alltagshelfer entwickelt hat, mit denen er den deutschen Handel beliefert. Die Sendung sei ehrlich, niemand erfahre vorher etwas über die Gründer. „Ich dachte, dass wir Investoren vorher die Produktnamen oder die Firma kennen, aber wir haben gar nichts bekommen – keine Bilanz, nichts. Wir haben uns ins Studio gesetzt, dann ging die Tür auf und unsere Augen wurden groß.“

Seine Investitionen beschließt der Unternehmer vor allem aus dem Bauch heraus. „Ganz kann man den Kopf aber natürlich nicht ausschalten, man braucht schon Verstand, immerhin geht es um viel Geld“, sagt er. Aber: „Ohne Risiko, kein gutes Geschäft!“ Auch in der Sendung gehe es natürlich nicht um einen wohltätigen Zweck. „Die Gründer müssen zufrieden sein mit der Kooperation, wir müssen zufrieden sein und das Investment muss stimmen.“

In der ersten Sendung der neuen Staffel investierte der Neu-Löwe prompt – in den Bügel-Clou. „Ich investiere gerne in Problemlösungen“, sagte Dümmel in der Show. Vor ihm stand Christian Peitzner-Lloret. Der gelernte Anwalt hat als Manager acht Jahre lang bei der Deutschen Bahn gearbeitet, war vorher Geschäftsführer bei einer Immobilien-AG und auch als Rechtsanwalt tätig. Jetzt will er sein Geld mit einem Drahtgestell machen, das Bügelmuffeln helfen soll. Einen Anteil von zwölf Prozent an seiner Firma bot der Gründer im Gegenzug zu einer 120000 Euro schweren Investition. „Es sollte leicht möglich sein, Deutschland damit zuzupflastern“, war Dümmel überzeugt. „Aber ich brauche 25,1 Prozent, damit wir es gemeinsam groß machen.“ Christian Peitzner-Lloret willigte ein.

Nach der Sendung ging die Arbeit dann erst richtig los. „Wir haben uns mit den Gründern in der Sendung verlobt und danach ging es daran schnell zu heiraten“, sagt Ralf Dümmel lachend. Dafür habe er sich mit Christian Peitzner-Lloret – und vielleicht ja auch mit noch weiteren Gründern, das darf er nicht verraten – zusammengesetzt, um zu sehen, wo die Stärken liegen. „Unser Ziel war es, dass die Produkte zum Sendestart fertig und in den Geschäften verfügbar sind.“

Die erste Sendung ist am vergangenen Dienstag mit einer Rekord-Einschaltquote gestartet. Nun will Dümmel sehen, wie sich die Show auf sein Privatleben auswirkt. „Ich habe bisher gut gelebt und habe dort nicht mitgemacht, weil ich prominent werden will“, sagt der Vater dreier Kinder. „Mir haben das Konzept und die Herausforderung gefallen und ich denke, dass wir den Gründern mehr bieten können als nur Geld“, sagt der Wahl-Hamburger. „Und vielleicht hat in der Löwenrunde auch einfach noch jemand mit Produkt-know-how gefehlt.“ Auf welche neuen Produkte und Gründer er setzt, ist dienstags um 20.15 Uhr in der Show auf Vox zu sehen.

Kim Meyer

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