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Segeberg Ralf Stegner: Levo-Park wird Herausforderung für Polizei
Lokales Segeberg Ralf Stegner: Levo-Park wird Herausforderung für Polizei
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20:23 03.06.2016
SPD-Fraktionschef Ralf Stegner und die SPD-Europaabgeordnete Ulrike Rodust mit Andreas Görs (l.), Leiter der Polizeidirektion. Quelle: Vogt

Der Chef der SPD-Landtagsfraktion, Ralf Stegner, geht davon aus, dass die 1500 Hamburger Flüchtlinge noch während des Sommers im Bad Segeberger Levo-Park einquartiert werden. Das sagte Stegner gestern am Rande eines Treffens mit der Führung der Polizeidirektion (PD) Bad Segeberg. Die Segeberger Direktion war gestern die letzte Station einer Rundreise der SPD-Landtagsfraktion durch die einzelnen Dienststellen der Landespolizei.

„Ich hatte den Eindruck einer sehr motivierten und jungen Polizei.“Ralf Stegner, SPD-Fraktionschef

„Die Verträge mit Hamburg sind unterschrieben“, erklärte Stegner. Es sei daher nur noch eine Frage weniger Wochen, bis die ersten Flüchtlinge in Bad Segeberg eintreffen würden. Dabei wies der Sozialdemokrat Spekulationen zurück, wonach Hamburg gar keinen Bedarf mehr an externen Quartieren für Asylbewerber habe. Denn wegen der angespannten Wohnungslage in Hamburg werde sich die Raumnot in der Hansestadt auf absehbare Zeit nicht entschärfen. Gleichzeitig betonte der SPD-Bundesvize die besonderen Herausforderungen, die mit dem Hamburger Notquartier für die Segeberger Polizei entstünden.

Die Situation dort werde eine völlig andere als in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes sein, da die Migranten dort nicht nur einige Wochen, sondern bis zu sechs Monate untergebracht würden. Bei Menschen verschiedener Religionen, Nationalitäten und Duldungsstatus, die noch dazu nicht beschäftigt sind, liege ein Konfliktpotenzial in der Natur der Sache. „Das müssen wir realistisch betrachten“, so der frühere Kieler Innenminister.

Zunächst sollen elf Beamte in der Dienststelle am Levo-Park ihren Dienst tun. Bei Bedarf könne ihre Zahl aber aufgestockt werden.

Bei dem Besuch, an dem auch die SPD-Europaabgeordnete Ulrike Rodust sowie die Landtagsabgeordneten Kirsten Eickhoff-Weber, Katrin Fedrowitz und Kai Vogel teilnahmen, stand ansonsten der Meinungsaustausch zwischen Polizei und Politik im Fokus. PD-Leiter Andreas Görs sprach nach dem Treffen von intensiven und offenen Gesprächen. „Ich würde mir sehr wünschen, dass alle gewählten Vertreter dieses Landes ein solches Interesse an der Polizei zeigen würden“, urteilte der Leitende Polizeidirektor.

Görs begrüßte, dass die Landesregierung inzwischen durch höhere Ausbildungskapazitäten Maßnahmen ergriffen habe, um die angespannte Personalsituation bei der Polizei zu entschärfen. Denn die Beamten in Segeberg und Pinneberg seien insbesondere wegen der hohen Zahl bei Wohnungseinbrüchen stark gefordert. Verbesserungsbedarf sieht Görs indes beim Thema „Wertschätzung“. Engagierte Kolleginnen und Kollegen warteten meist viel zu lange auf eine Beförderung. Stegner sagte zu, dass das Thema im Landtag demnächst ausführlich erörtert werde.

Der SPD-Fraktionschef hatte ansonsten nur lobende Worte für die Segeberger und Pinneberger Beamten. „Ich hatte den Eindruck einer sehr motivierten und jungen Polizei, einer Polizei, die zupackt.“

Eine Eindruck, der sich aber auch zuvor in den anderen Direktionen des Landes verfestigt habe.

Oliver Vogt

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