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Segeberg Raus aus dem dunklen Schatten der Gewalt
Lokales Segeberg Raus aus dem dunklen Schatten der Gewalt
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21:19 15.10.2015
Per Schattentheater werden von den Schülern Gewaltszenen dargestellt. Hier kommt es zu einer Schlägerei. Quelle: Fotos: Domann

Eine harmlose Rempelei wird zur Schlägerei, eine Umarmung unter Freunden zu einem sexuellen Übergriff. Vielfältig sind die Schattentheater-Szenen, die sich die Neuntklässler der Wahlstedter Poul-Due-Jensen-Schule in den vergangenen Tagen zum Thema Gewalt ausgedacht hatten. Gestern zeigte die Klasse 9c ihre Umsetzungen sowohl Fünft- und Sechstklässlern der Offenen Ganztagsschule als auch Bürgermeister Matthias Bonse, Lehrern sowie Jan Brunk und Markus Holey vom Service-Club Round Table 148 Bad Segeberg. Der hat auch dieses Mal wieder das Gewaltpräventionsprojekt Schattentheater mitfinanziert.

Gemeinsam mit Heike Kübler und Romi Seypt von der Ambulanten und Teilstationären Suchthilfe (ATS) haben die 14- bis 16-Jährigen das Thema Gewalt behandelt. Was ist das? Welche verschiedenen Formen gibt es? Wieso kommt es dazu? Auch über Lösungsmöglichkeiten haben sich die Schüler Gedanken gemacht. Außerdem haben sie Grundlagen des Schattentheaterspiels kennengelernt. „Wir haben Oberthemen vorgegeben, die einzelnen Szenen haben die Schüler schnell erarbeitet. Sie haben super mitgemacht“, lobte Sozialarbeiterin Romi Seypt. Auch den Jugendlichen hat das Projekt gefallen. „Es hat mega viel Spaß gemacht, so etwas könnte häufiger in der Schule angeboten werden“, sagte Sabine Wachowski. Es sei gut, unterschiedliche Lösungen zu kennen, damit es nicht zur Gewalt komme. Thimo Schmidt und Fabio Correia Lourosa gehörten zur Gruppe, die ihre Szene „Auf dem Bürgersteig“ genannt hatte. „Wir wollten zeigen, wie schnell es unter Alkoholeinfluss zur einer Rempelei und dann Schlägerei kommen kann“, so die beiden.

Absolut interessiert waren auch die jüngeren Schüler, die die Schatten sofort richtig deuteten und auf viele kleine Details wie lange Fingernägel als Waffe, Stinkefinger oder Ähnliches achteten.

Ebenso diskutierten sie Lösungsvorschläge oder machten selbst welche. So riet zum Bespiel ein Junge dem Paar aus „Frust des Ehemanns“, lieber eine Ehe-Pause einzulegen, als sich gegenseitig zu schlagen. sd

LN

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