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Segeberg Reifeprüfung mit Chip und Brandzeichen
Lokales Segeberg Reifeprüfung mit Chip und Brandzeichen
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14:34 25.07.2016
Pferdewirtschaftsmeisterin Claudia Hoffmann setzt das Brandzeichen bei „Baltics Lilly Fee“. Die Züchter Maite und Helmut Hamdorf halten ihr Reitpony-Fohlen während der Prozedur fest. Quelle: Fotos: Domann

Staub wirbelt auf, Wiehern ist zu hören. Fohlen und ihre Mütter traben über den Platz, präsentieren sich. Es kommt auf Gebäude, Typ, Bewegung in Trab und Schritt sowie die Korrektheit der Tiere an. Dr. Elisabeth Jensen und ihr Team, schauen sich auf dem Stutenmilchhof Seraphin im Dorf Berlin die Fohlen an und bewerten sie. Die Geschäftsführerin des Pferdestammbuchs Schleswig-Holstein/Hamburg bestimmt damit über die Zukunft der Tiere. Liegt die Gesamtnote bei Stutfohlen über 7,0 und bei Hengstfohlen über 7,5 dürfen die Jungtiere des Jahrgangs 2016 am Fohlenchampionat auf dem Landes-Breitensportfestival in Bad Segeberg im August teilnehmen.

Experten vom Pferdestammbuch entschieden beim Fohlenbrennen auf dem Hof Seraphin über die Zukunft der Jungtiere.

„Wir züchten auch Holsteiner, da gehört ein Brandzeichen dazu.“Helmut Hamdorf, Pferdezüchter

Gespannt wartet Annegret Seraphin auf die Beurteilung ihrer zehn Fohlen.„Wir haben nicht nur Stutenmilch, wir züchten auch“, erklärt Betreiberin Seraphin, deren Schwiegervater Werner 1981 mit der Haflingerzucht begonnen hat. Doch es geht nicht nur um die Befähigung zum Championat an diesem Tag, die Tiere werden auch gechipt. „Das ist nun Pflicht, die Fohlen bekommen die Identifikationsnummer unter die Haut am Hals gespritzt“, erklärt Annegret Seraphin. Früher wurden jungen Pferde mit einem Brandzeichen markiert, das ist heute aber nicht mehr zwingend nötig. „Wir verzichten auf das Brandzeichen, eine Identifizierung reicht“, so Seraphin. Schon für diese Prozedur muss ein Fohlen recht lange stillstehen: rasieren, desinfizieren, Kanüle ansetzen und ein Klecks Salbe, damit sich die Einstichstelle nicht infiziert.

Züchter Helmut Hamdorf aus Blomnath hat dagegen ein Fohlen mitgebracht, dass mit einem Brandzeichen versehen wird. „Wir züchten auch Holsteiner, da gehört ein Brandzeichen dazu“, sagt der Züchter.

Und so wird „Baltics Lilly Fee“, ein Deutsches Reitpony-Fohlen, an der linken Flanke rasiert. Das Brandeisen hat Pferdewirtschaftsmeisterin Claudia Hoffmann bereits erhitzt. Ein gezielter Griff, ein Hauch von verbranntem Haar und eine kleine Rauchwolke, dann ist das Tier gekennzeichnet. Das Eichenlaubblatt, Zeichen des Pferdestammbuchs, ist nun zu sehen. Darunter die letzten zwei Zahlen der Lebensnummer, die ein Fohlen von Geburt an bekommt. Noch eine kurze Rasur am Hals des Fohlen und schon setzt Claudia Hoffmann die Kanüle an. Der Chip ist drin und wird gescannt.

Silvie Domann

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