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Retter zeigen ihr Können auf dem Markt

Trappenkamp Retter zeigen ihr Können auf dem Markt

In Trappenkamp demonstrierten Feuerwehr und DRK, was sie alles drauf haben. Einer der Stars bei dem Geschehen war Bluthund „Hugo“. Er fand einen weiteren „Verletzten“, der unter Schock vom Unfallort verschwunden war.

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In einer gemeinsamen Übung auf dem Trappenkamper Marktplatz zeigen Feuerwehr und DRK, wie sie im Ernstfall Hand in Hand arbeiten.

Trappenkamp. Auf dem Marktplatz war am Sonnabend mächtig was los: Der Ortsverein Trappenkamp des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hatte nahezu alles aufgefahren, was die Arbeit der Hilfsorganisation ausmacht. Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr konnten die Trappenkamper sogar dabei zusehen, wie ein „Verletzter“ aus einem Unfallauto befreit und verarztet wurde.

LN-Bild

In Trappenkamp demonstrierten Feuerwehr und DRK, was sie alles drauf haben – Teddy-Hospital beliebt.

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Nur eine kleine Plastiktüte mit einem Kleidungsstück der vermissten Person hatte Hundeführer Matthias Götz seinem Mantrailer „Hugo“ unter die Nase gehalten, und schon schoss der gezielt für die Suche einzelner Menschen ausgebildete Hund los. Er erschnüffelte die Richtung, in die der Mann gegangen war und fand den mit einer klaffenden Platzwunde geschminkten Fahrzeuginsassen schnell, der sich nach dem „Unfall“ versteckt hatte. Hund und Herrchen brachten ihn zurück zum Markt, wo er weiter versorgt wurde.

Währenddessen hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Trappenkamp dafür gesorgt, dass das Team des DRK-Rettungsdienstes durch eine Tür eines auf der Seite liegenden Pkw die Erstversorgung der weiteren „Verletzten“ vornehmen konnte. Innerhalb kürzester Zeit hatten die Feuerwehrleute dann auch mit einer hydraulischen Schere das Dach des Fahrzeugs abgetrennt, damit der „Verletzte“

überhaupt erst aus dem Auto geholt und weiterversorgt werden konnte. Weil nicht klar war, ob sich der Fahrzeuginsasse die Wirbelsäule verletzt hatte, musste der Rettungsdienst besondere Maßnahmen ergreifen.

Viel Lob gab es von den Zuschauern hinterher für beide Teams. Sie hatten aufgezeigt, dass bei ihnen unabhängig voneinander jeder Handgriff sitzt und beim Zusammenspiel ein Zahnrad in das andere greift. Die Feuerwehrleute beeindruckten aber nicht nur durch ihr Können, sondern auch durch ihre neue Einsatzkleidung abseits des sonst üblichen Dunkelblau. Mit ihren ockerfarbenen Jacken und Hosen und über Kreuz angeordneten Leuchtstreifen dürften die Trappenkamper die Feuerwehr mit dem coolsten Outfit im Kreis sein.

Aus dickem Plüsch bestanden dagegen die beiden Teddys, an denen die Kinder erste Verbände anlegen durften. Wie es geht, zeigten ihnen die Mitglieder vom Jugendrotkreuz aus Bad Bramstedt. Auch die kulinarische Versorgung der Zuschauer hatte das DRK übernommen. Die Bereitschaft servierte süße und herzhafte Pfannkuchen.

Zufrieden zeigte sich nach der Übung der stellvertretende Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, Manfred Künkel. Er hatte nicht nur die Organisation übernommen, sondern auch das „Drehbuch“ für den Rettungseinsatz geschrieben. Seine Skepsis aufgrund des anfangs nur spärlichen Zuschauerzuspruchs jedoch war unbegründet. „Es ist schwer, die Trappenkamper hinterm Ofen hervorzuholen. Ich freue mich, dass wir das allerdings geschafft haben.“

 Petra Dreu

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