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Segeberg Rettet Bürgermeister Schönfeld das Segeberger Stadtfest?
Lokales Segeberg Rettet Bürgermeister Schönfeld das Segeberger Stadtfest?
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22:00 22.07.2016
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Bad Segeberg

Kommt noch Rettung? Gibt es ein Wunder? Das gute alte Bad Segeberger Stadtfest: Seit „Urzeiten“ gibt es die Fete von und für Bad Segeberger. Doch nun droht – wie die LN berichteten – das Aus für die Veranstaltung, zu der in der Regel über zwei Tage lang Tausende in die Bad Segeberger Innenstadt strömen.

Die Organisatoren denken darüber nach, das Fest abzusagen. Es lohne sich finanziell nicht wegen gestiegener Kosten. „Wenn wir das finanziell nicht gewuppt bekommen, müssen wir das in diesem Jahr ausfallen lassen. Geben Sie uns 10 000 Euro, dann bekommen wir das hin“, hatte Mitorganisator Paul Griese gegenüber den LN bekannt.

Die 10 000 Euro hat die Stadt auch nicht über. Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld habe erst aus „dritter Hand“ erfahren, „dass das Stadtfest auf der Kippe steht“. Die Stadt werde nicht als Veranstalter einspringen, stellte er klar. „Das können wir wirtschaftlich gar nicht machen.“ Er stelle sich aber vor, dass die Verwaltung bei der Organisation eines Amateur-Flohmarktes mithelfe. „Vielleicht könnte man auch Auftrittsmöglichkeiten für Jugendbands organisieren“, denkt Schönfeld. Für Flohmarkt und Jugendbands benötige man kein Geld, sondern vor allem viele helfende Hände, eine Bühne und eine Genehmigung. Das wäre die Idee.

Die Sparkasse Südholstein würde prüfen, ob man sich hier mit dem beliebten Knax-Flohmarkt anschließen würde, so Sprecher Thies Riebandt. Die Nachricht vom Aus der Stadtfete hatte auch bei ihm Betroffenheit ausgelöst. Bei der Sparkasse sollten eigentlich die Plakate und Anzeigen für den Knax-Flohmarkt vorbereitet werden. „Wir können unmöglich 10 000 Euro aufbringen, um das Fest zu retten“, stellte Riebandt hingegen klar.

Arg betroffen vom Ausfall des Stadtfestes wäre vor allem der Lions-Club. Sprecher Jens Kretschmer bekannte, dass er „mit Schrecken“ die Nachricht in den LN gelesen habe. Gerade die Tombola des Lions-Club Segeberg beim Stadtfest ist nicht nur immer ein großer Anziehungspunkt, sondern auch die Haupteinnahmequelle des Clubs, um soziale Projekte zu finanzieren. Die Ehrenamtlichen stellten dafür gerade beim Stadtfest immer eine Menge auf die Beine. Zuletzt konnte der Club 11 000 Euro – wir berichteten – für den Kauf eines neuen Kühltransporters für die Segeberger Tafel beisteuern.

Bürgermeister Schönfeld sieht das Ende aber noch nicht gekommen: „Mal sehen, was noch zu retten ist vor allem für Kinder und Jugendliche.“ Wenn die Bad Segeberger Serviceclubs und die Sparkasse mitmachten, lasse sich vielleicht noch etwas auf die Beine stellen. „Aber dann muss klar sein, dass da keine kommerziellen Veranstalter im Beiboot mitfahren.“

Von Wolfgang Glombik

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