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Rickling lehnt Anmietung der Bankräume für die VHS ab

Rickling Rickling lehnt Anmietung der Bankräume für die VHS ab

8000 Euro Jahresmiete hatte Bürgermeister Christian Thomann (ABR) ausgehandelt. Doch das war zu viel für SPD und CDU. Jetzt soll  die Volkshochschule selbst mieten und der Geldautomat auf der Kippe.

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Die Volksbank-Filiale in Rickling schließt im November, nur der Geldautomat soll bleiben – wenn die VHS in die Immobilie zieht. *

Quelle: nam/pd

Rickling. In der Nacht nach der Gemeindevertretersitzung hat Bürgermeister Christian Thomann (ABR) nicht gut geschlafen. Das Gremium hat die Anmietung der bald leerstehenden Volksbank (die LN berichteten) abgelehnt. „Hätte ich das geahnt, hätte ich den Mietvertrag vorher unterschrieben“, sagt Thomann im LN-Gespräch. „Laut Satzung könnte ich das machen.“

LN-Bild

8000 Euro Jahresmiete hatte Bürgermeister Christian Thomann (ABR) ausgehandelt – Zu viel für SPD und CDU – Volkshochschule soll selbst mieten – Geldautomat auf der Kippe.

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Dann wären der Volkshochschule die neue Räume sicher und zumindest der Bankautomat bliebe der Gemeinde erhalten. „Das wären zwei Fliegen mit einer Klappe gewesen“, so der Bürgermeister. Doch SPD und CDU lehnten die Empfehlung des Entwicklungsausschusses der Gemeinde ab.

„Es ist unnötig, eine weitere Immobilie anzumieten“, sagt CDU-Fraktionschef Keno Jantzen. „Das verursacht nur zusätzliche Kosten. Wir haben genügend freie Räume, die die Volkshochschule nutzen könnte.“ Das Dörpshus im Ortsteil Fehrenbötel etwa werde kaum genutzt, so Jantzen. Die Anmietung der Geschäftsräume der Bank würde die Gemeinde inklusive Nebenkosten monatlich mit fast 700 Euro belasten. Außerdem soll die VHS mittelfristig ja in die Alte Schule einziehen, die, wie berichtet, in ein Kulturzentrum umgebaut werden soll. Hier war sich das Gremium einig, beauftragte ein Planungs- und Architekturbüro.

Doch bis dahin werden noch einige Jahre ins Land ziehen. Wenn die VHS in der Zwischenzeit in die Räume der Bank ziehen will, müsse sie die Miete selbst tragen, beschlossen CDU und SPD. 8000 Euro Jahresmiete inklusive Nebenkosten hatten Thomann und Manfred Czub, Vorsitzender des Entwicklungsausschusses (ABR), ausgehandelt. Dass diese von der VHS getragen werden kann, hält Thomann für unrealistisch. Es sei unüblich, dass so kleine Volkshochschulen Mieten für Räume zahlen – die VHS hat 150 Mitglieder. Nun soll laut Beschluss mit den Trägergemeinden Daldorf, Heidmühlen, Kummerfeld und Latendorf über eine Erhöhung der Bezuschussung verhandelt werden. „Das kann aber eigentlich nur die VHS machen“, sagt Thomann.

„Wir müssen das erst mal im Vorstand besprechen und mit dem Landesverband“, sagt Renate Schümann, Kassenwartin der VHS Rickling. Die genannten Alternativen jedoch seien nicht so gut geeignet.

Es gehe aber nicht nur um die VHS, so Thomann. Mit der Gemeinde als Mieter der Bankimmobilie wäre sichergestellt gewesen, dass der Geldautomat im Ort bleibt. „Das ist gerade für unsere Senioren wichtig.“ Er wirft den anderen Fraktionen vor, nicht zum Wohl der Bürger gehandelt zu haben.

Margot Santen, Vorsitzende des Seniorenbeirats, findet die Entscheidung des Gemeinderats „unmöglich“. Sie hatte für den Erhalt der Bankfiliale gekämpft. Nun könnte auch der Automat auf der Kippe stehen. „Die Miete kann sich die VHS doch gar nicht leisten“, sagt sie. Außerdem nutzt auch der Beirat die VHS-Räume, das sollte auch in der Bank so sein.Wäre die VHS verpflichtet, diese selbst zu zahlen, müsste sich der Beirat beteiligen – auf Rechnung der Gemeinde. Santen: „Das ist doch linke Tasche, rechte Tasche.“

Die Sorge um den Geldautomaten teilt Jantzen derweil nicht. „Die Volksbank hat uns zugesagt, dass der Automat hier bleibt. Ich gehe nicht davon aus, dass die Volksbank wortbrüchig werden wird.“

Das Thema geht nun zurück in den Finanzausschuss. Dessen Vorsitzende und SPD-Fraktionschefin Andrea Wagner-Schöttke war gestern nicht zu erreichen.

 Nadine Materne

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