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Segeberg Rönnauer Segler machen zum Herbst die Schotten dicht
Lokales Segeberg Rönnauer Segler machen zum Herbst die Schotten dicht
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00:00 21.10.2012
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Segeberg

In ihren Wathosen bauten die Clubmitglieder gestern die vier Schwimmstege auseinander, um sie winterfest verstauen zu können.Hierbei bewies Joachim Hensel von der gleichnamigen Zimmerei Augenmaß, denn mit seinem Lkw-Teleskopkran hievte er die Stege über die Baumwipfel hinweg auf eine Rasenfläche neben dem Segeberger See. Von dort aus werden die Holzstege in ihr Winterlager gebracht, wo auch der große Pavillon der Segler untergebracht wird. Dass die Segler den großen Aufwand betreiben, hat einen guten Grund: „Wir haben den schönsten Platz am ganzen Segeberger See. Aber wir haben auch den windreichsten. Wenn es friert, treiben die Eisschollen immer in unsere Richtung und drücken die Stege weg“, erzählt Harry Jürgen, Vorsitzender des Rönnauer Bootsclubs. 30 Jahre ist es her, dass die Segler ihre Stege nach einem harten Winter zehn Meter weiter im Hang wiedergefunden haben. Seitdem wird jedes Jahr abgebaut.40 Jahre ist der Verein in diesem Jahr geworden – eigentlich ein Grund zum Feiern. „Das wollten wir auch. Aber dann haben wir ein Angebot zur Erneuerung unserer Stege bekommen, das wir nicht ausschlagen konnten“, erzählt der Vorsitzende und seine Augen fangen an zu leuchten. 3000 Euro soll den Verein das Lärchenholz und das Befestigungsmaterial für die vier Stege kosten, die es zusammen auf eine Länge von 36 Meter bringen. Die „Schwimmer“, wie die mit Luft gefüllten Rohre genannt werden, können wieder verwendet werden, der Aufbau allerdings wird komplett erneuert. „Das ist ein wirklich günstiger Preis. Da konnten wir gar nicht anders, als das Geburtstagsfest ausfallen zu lassen“, so Jürgen.Die 3000 Euro sind nichts gegen den Preis für die letzte Erneuerungsaktion im Jahr 2001. Immerhin kostete diese den Verein damals 36000 Deutsche Mark. „Und dann war das auch noch Kiefern- und Fichtenholz. Das hielt genau vier Jahre“, ärgert sich der Vorsitzende selbst heute noch über die hohen Kosten. Ebenfalls 2001 wurde die „Seeterrasse“ aus Lärchenholz gebaut – der einzige „Luxus“, den sich die Segler leisten, die anstatt eines festen Vereinsheims nur einen Pavillon aufstellen und auch ohne Wasser und Strom glücklich sind.Einen letzten Blick lässt Harry Jürgen über den See schweifen, den Schilfgürtel, die immer wieder abtauchenden Enten und über das in allen Rot- und Gelbtönen strahlende Laub der Bäume. Erst im nächsten Frühjahr kommen die Segler zurück, um die neuen Stege auszubringen, die Boote zu vertäuen und die Natur mitten auf dem Großen Segeberger See zu genießen.

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