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Rönnauer singen Karl May in Dresden

Klein Rönnau Rönnauer singen Karl May in Dresden

Langsam aber sicher macht sich Aufregung bei den Sängern des Rönnauer Singkreises breit: Am Donnerstag, 2. November singen sie in der berühmten Frauenkirche zu Dresden. Im Gepäck haben sie dafür das Lied „Ave Maria“ – in einer Version von Karl May.

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Unter der Leitung von Didij Podszus (r.) proben die derzeit 43 Sänger des Rönnauer Singkreises jeden Montag im Haus Rönnau.

Quelle: Foto: P. Dreu

Klein Rönnau. Der Karl May? Wer davon hört, reagiert zunächst ungläubig, meint, sich verhört zu haben. Das jedoch hat er nicht, denn der Winnetou-Erfinder konnte nicht nur erfolgreich Romane und Gedichte schreiben, sondern er hatte zweifelsohne auch ein musikalisches Talent. Mit dem von ihm vertonten dreistrophigen „Ave Maria“ verabschiedeten sich deutsche Siedler vom sterbenden Apachenhäuptling Winnetou. Nachzulesen ist diese Szene in seiner Erzählung „Im wilden Westen Nordamerikas“. „Das ist eine ganz wunderbare Interpretation“, schwärmt Renate Hansen, Vorsitzende des 38-köpfigen Rönnauer Singkreises. Etwa 50 Personen, Sänger und fördernde Mitglieder, werden sich am 2. November mit einem Reisebus auf den Weg nach Dresden machen.

 

LN-Bild

Karl May war einst als Chorleiter.

Quelle: Foto: Archiv

Pünktlich um 17.30 Uhr will der gemischte Chor Karl Mays „Ave Maria“ in der Frauenkirche erklingen lassen, die kurz vor Kriegsende nach ihrer Zerstörung während des Dresdner Infernos am 13. und 14.

Februar 1945 zu einem bedeutenden Mahnmal gegen den Krieg geworden ist. Dank der Spenden von mehr als einer Million Menschen auf der ganzen Welt wurde sie von engagierten Handwerkern und Künstlern von 1994 bis 2005 wieder aufgebaut. Heute zählt sie zu den größten Touristenmagneten der Region.

Das Konzert in der Frauenkirche ist nicht das einzige Konzert in Dresden. Ein Freundschaftskonzert in der Annenkirche am Freitag, 3. November um 15 Uhr und ein Gemeinschaftskonzert mit internationalen Chören am 4. November um 16 Uhr in der Lukaskirche sind weitere Stationen der Reise nach Dresden, bevor sich die Klein Rönnauer am 5. November wieder auf den Heimweg machen.

Eingeladen wurde der Rönnauer Singkreis zu der Konzertreise nach Dresden durch die Agentur „music & friends“, die für den Chor schon andere Konzertreisen organisiert hat.

Wer keine Zeit hat, dem Rönnauer Singkreis nach Dresden zu folgen, muss auf das „Ave Maria“ von Karl May trotzdem nicht verzichten, denn der Chor lädt alle Musikinteressierten am Sonntag, 29.

Oktober, zu einer öffentlichen Generalprobe in das Haus Rönnau ein. Beginn ist um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Der gemischte Chor feierte erst im vergangenen Jahr sein 25jähriges Bestehen. Seit mittlerweile sechs Jahren trägt er die deutliche Handschrift von Dieter Podszus. Der Opernsänger und Chorleiter hat den Rönnauer Singkreis zu einem ansprechenden Klangkörper geformt. Wer sich den Sängern anschließen möchte, die montags von 20 bis 22 Uhr im Haus Rönnau proben, muss nur eins mitbringen: die Freude an der Musik. Weitere Infos gibt Renate Hansen unter der Telefonnummer 04551/ 83022.

Nachlass brachte Lieder zum Vorschein

„Es will das Licht des Tages scheiden; es tritt die stille Nacht herein. Ach könnte doch des Herzens Leiden so wie der Tag vergangen sein! Ich leg mein Flehen dir zu Füßen; o, trag’s empor zu Gottes Thron, und lass, Madonna, lass dich grüßen mit des Gebetes frommem Ton: Ave Maria!“ So lautet die erste von insgesamt drei Strophen, die Karl May als Gedicht erstmals 1883 veröffentlicht hat.

Als Komposition für einen Männerchor in Es-Dur wurde es erstmals 1897 im „Deutschen Hausschatz“ veröffentlicht.

„Ave Maria“ zählt neben „Vergiss mich nicht“ zu den einzigen Kompositionen, die Karl May zu Lebzeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Erst sein Nachlass brachte weitere Lieder und Gedichtvertonungen zum Vorschein, die er 1864 in seiner Funktion als Chorleiter für den Ernstthaler Gesangsverein Lyra geschrieben hat. pd

Petra Dreu

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