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Segeberg Rohlstorf stimmt für den Breitbandausbau
Lokales Segeberg Rohlstorf stimmt für den Breitbandausbau
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23:34 23.08.2016
Ein Glasfaserkabel besteht aus verschiedenen Einzelsträngen. Quelle: dpa

Für die Gemeinden Geschendorf, Westerrade, Strukdorf, Pronstorf, Klein Gladebrügge und Rohlstorf bricht ab dem nächsten Jahr ein neues Internetzeitalter an. Als letzte Gemeinde gab am Montag die Rohlstorfer Gemeindevertretung mit einem einstimmigen Votum grünes Licht für den Breitbandausbau durch den Wege-Zweckverband (WZV).

Während in den anderen Gemeinden von Anfang an genügend Vertragsabschlüsse zusammengekommen waren, mussten lediglich Pronstorf und auch Rohlstorf zittern. 246 Anschlüsse hatte der WZV in seinem Businessplan als Mindestzahl für Rohlstorf ausgewiesen.

Nach der ersten Werbephase jedoch sah eine Verwirklichung düster aus. Lediglich 172 Verträge waren zusammengekommen. Dann jedoch haben die Mediatoren der Gemeinde noch einmal richtig Gas gegeben, so dass WZV-Chef Jens Kretschmer, der zusammen mit seiner Frau Meike und Gerd Lentföhr in seiner Funktion als Vorsitzender des WZV-Hauptausschusses der Sitzung beiwohnte, 220 Verträge vermelden konnte.

Dass auch die fehlenden 26 Vertragsabschlüsse noch zu meistern sind, daran glauben nicht nur die Gemeindevertreter ganz fest, sondern auch Rainer Andrasch, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Trave-Land: „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass noch weitere Verträge zusammenkommen. Wohnungen, die über keinen Breitbandanschluss verfügen, haben immer weniger Chancen, vermietet zu werden.

Fehlende Glasfaseranschlüsse sind immer mehr ein Ausschlusskriterium.“

Dass auf den letzten Drücker doch noch 48 Verträge zusammengekommen waren, beruhigte die Gemeindevertreter. Die hatten sich bereits mit dem Gedanken getragen, auch bei 172 einen Ausbau zu beschließen, was ein erhebliches finanzielles Risiko für die Gemeinde bedeutet hätte. Das ist jetzt überschau geworden. „Rohlstorf war die letzte Gemeinde, die noch keinen Beschluss gefasst hatte“, berichtete Jens Kretschmer, der insgesamt auf ein gutes Vertragspolster blicken kann. 1066 waren mindestens für das gesamte Cluster gefordert, 1130 Verträge sind es letztlich geworden.

Bereits nächste Woche sollen Gespräche mit den Stadtwerken Neumünster erfolgen, damit die Ausschreibung umgehend erfolgen kann. „Nach den Erfahrungen der letzten beiden Jahre rechnen wir damit, dass die Tiefbauarbeiten im November beginnen können. Wenn das Wetter mitspielt und die Unternehmen auch in den Wintermonaten arbeiten können, gehen wir von einer Fertigstellung im Sommer 2017 aus“, so Kretschmer.

Kurzfristig musste die Gemeinde einen weiteren Punkt auf die Tagesordnung nehmen. Nachdem im Ortsteil Quaal einer der beiden Brunnen vor einiger Zeit erneuert werden musste, hat sich inzwischen auch der zweite Brunnen am Feuerwehrhaus als Wasserquelle verabschiedet und muss ebenfalls erneuert werden. Den Auftrag dafür vergaben die Gemeindevertreter an die Firma Papenburg. Bürgermeister Dirk Johannsen: „Die Qualität des Wassers ist wichtig. Nach der Erneuerung haben wir im Ortsteil Quaal hoffentlich in den nächsten 30 Jahren Ruhe.“

 pd

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