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Segeberg Rot-Blitzer für Segebergs Hauptkreuzung
Lokales Segeberg Rot-Blitzer für Segebergs Hauptkreuzung
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18:16 20.02.2016
Die Fußgängerampel über die B 206 am Bahnhof wird hier sogar von beiden Seiten bei Rot überfahren. Kein Einzelfall. In Richtung Lübeck wird die Einhaltung der Ampelsignale künftig von einem Blitzer überwacht.
Es ist Freitagmittag, die B 206 in Bad Segeberg ist hochfrequentiert. Auch auf dem Zob ist viel los. Zahlreiche Schüler sind unterwegs. Und es vergeht keine Grünphase an der Fußgängerampel, die nicht genutzt wird, um die vierspurige Bundesstraße zu queren. Die relativ lange Gelbphase der Ampel für den fahrenden Verkehr ist verlockend, noch auf die Tube zu drücken, um den Fußgängerübergang und die große Kaufland-Kreuzung nur wenige Meter dahinter Richtung Lübeck zu überfahren, um nicht anhalten zu müssen. Und in zahlreichen Fällen nehmen die Fahrer auch in Kauf, dass aus Gelb längst Rot geworden ist. Das ist in beide Fahrtrichtungen auf der Durchgangsstraße zu beobachten. Dieses Verhalten kann für Autofahrer künftig teuer werden, denn der Kreis wird hier im April einen Rot-Blitzer aufstellen.

Gute Einnahmequelle

2,3 Millionen Euro nimmt der Kreis pro Jahr durch mobile Blitzer ein. Hinzu kommen rund 670000 Euro durch fest installierte Anlagen.

Allein 430000 Euro stammen von der Verbindung von Hamburg-Fuhlsbüttel zur B 432.

147582 Autofahrer wurden im Jahr 2013 im Kreis Segeberg geblitzt.

Die 14. oder 15. Kalenderwoche ist angepeilt für den Aufbau der Blitzersäule. Dafür wird auf der Seite des Bahnhofes, auf der kleinen Verkehrsinsel in der großen Kreuzung, ein Fundament gegossen, schildert Michael Krüger von der Kreisverkehrsaufsicht auf LN-Anfrage. Das Messgerät werde nicht nur die Geschwindigkeit in beide Richtungen kontrollieren, sondern auch die Rotphase am Fußgängerüberweg am neuen Bahnhofsgebäude. „Die Fußgänger sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer“, begründet Krüger den Standort. Auf dem Übergang sei immer viel los, er werde insbesondere von Schülern genutzt. Daher wolle man mit der Anlage die Fußgängerströme schützen.

143000 Euro kostet die neue Kamera sowie zwei Säulen, in die das Gerät eingeschoben werden kann. Die zweite Säule soll den defekten Blitzer am Ortseingang in Leezen ersetzen. Dort hatten Unbekannte im September den Starenkasten aufgebrochen und die Kamera geklaut. Es entstand ein Schaden von 65000 Euro (die LN berichteten). Die Versicherung habe den Schaden inzwischen beglichen, so Krüger. Nun werde das Geld „reinvestiert“. Die Blitzersäule in Leezen werde zur gleichen Zeit installiert wie in Bad Segeberg. Dazu komme im April die zuständige Firma aus Wiesbaden angereist. Der Standort des Blitzers bleibe erhalten, kurz hinter dem Ortseingang aus Richtung Kreisstadt, an der Fußgängerampel zum Schulzentrum. Auch diese Anlage diene der Schulwegsicherung. Auch hier könne dann die Geschwindigkeit in beide Richtungen überwacht werden sowie die Einhaltung der Rotphase für die in den Ort Einfahrenden.

Der Aufbau der Anlagen könne ohne Eingriff in die Fahrbahn geschehen, denn die Blitzkamera arbeitet nicht mehr mit Induktionsschleife, sondern Lasertechnik, so Krüger. Auch gegen Vandalismus sind die neuen Blitzanlagen geschützt — sie werden mit einer Alarmanlage ausgerüstet sein. Bei einer Reihe von verschiedenen Beschädigungen, so Krüger, verständigt der Blitzer direkt die Polizei.

Nadine Materne

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