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Segeberg Rote Ballons tragen Botschaft für St. Marien hinaus
Lokales Segeberg Rote Ballons tragen Botschaft für St. Marien hinaus
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18:10 07.10.2017
Neele Meier und Pastor Matthias Voss versuchten, die vielen roten Ballons an die Zuschauer weiterzugeben, die dem Regen trotzten. Quelle: Fotos: Petra Dreu
Bad Segeberg

Auf eine kleine und unterhaltsame Zeitreise ins Jahr 1155 nahm Professor Asmus J. Hintz, Vorsitzender des bereits im November letzten Jahres gegründeten „Fördervereins Marienkirche“, die Zuhörer mit, die nach der Musik des Posaunenchors unter Regenschirmen vor der Marienkirche ausharrten. „Damals war hier nichts außer Wald und feuchtem Boden. Ein Jahr später aber war hier eine Baustelle, um die Marienkirche und das Kloster zu erstellen“, erzählte er. „Aber in Bad Segeberg wird ja gerne mal was abgerissen. 1620 war es die Klosteranlage. Die Marienkirche aber steht noch, obwohl auch bei ihr schon mit dem Abrissgedanken gespielt wurde, denn immer wieder hat es Schäden am Bauwerk und an der Orgel gegeben“, offenbarte Hintz.

Den Erhalt des Kulturgutes Marienkirche hat sich der Förderverein auf die Fahne geschrieben, der sich am Sonnabend mit Luftballons und Posaunenchor zum ersten Mal öffentlich vorgestellt hat. Schirmherr ist der neue schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther.

Kulturgut erhalten

Der Förderverein Marienkirche wurde bereits im November 2016 von sieben engagierten Bürgern gegründet, um die Marienkirche als Kulturgut zu erhalten und den Neubau einer Orgel zu unterstützen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.marienkirche-foerderverein.de.

„Die Marienkirche gehört zu uns allen, unserem Leben und unserer Kultur. Wir dürfen nicht zulassen, dass ihr Bestand gefährdet ist“, führte er weiter aus und rührte die Werbetrommel für den Förderverein, der sich das Ziel gesetzt hat, zur Sanierung und zum Erhalt der Marienkirche und ihrer Orgel beizutragen. Prominente Unterstützung bekommt der Verein durch Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther.

Die Marienkirche ist die älteste Backsteinkirche im romanischen Stil in Nordeuropa. Wie jedes Kulturdenkmal muss aber auch ihre Bausubstanz in regelmäßigen Abständen gepflegt und instandgesetzt werden. Diese kostenintensiven Arbeiten aber übersteigen die finanziellen Möglichkeiten der Kirchengemeinde. „Deshalb sind wir für jede Spende dankbar. Helfen auch Sie mit und werden Sie Mitglied bei uns“, so der Professor, der besonders das bisherige Engagement für den Neubau der Kirchenorgel lobte. „Als Kirchenmusiker dieser Gemeinde bin ich froh, dass wir mit dem Förderverein Marienkirche einen Verein gegründet haben, der sich um die Finanzierung der Kirchensanierung und des Orgelneubaus kümmert“, sagte Andreas Maurer-Büntjen, der den Zuhörern eine „Pfeifenpatenschaft“ ans Herz legte.

Diese gibt es für einzelne Pfeifen im Wert zwischen 50 und 5000 Euro. Ganze Register sind zwischen 11000 und 35000 Euro zu haben.

Pastorin Rebecca Lenz offenbarte einen besonderen Grund für ihr Engagement im Förderverein: „Vor vier Jahren habe ich mich in diese Kirche verguckt.“

Petra Dreu

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