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Segeberg Rüdiger Nelson wird neuer Leiter der Schule am Burgfeld
Lokales Segeberg Rüdiger Nelson wird neuer Leiter der Schule am Burgfeld
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22:40 06.06.2017
Ab dem kommenden Schuljahr ist Rüdiger Nelson Schulleiter an der Gemeinschaftsschule am Burgfeld. Quelle: Foto: Glombik

Wie berichtet, geht Falkenhagen in den Ruhestand. Sein Nachfolger wurde kürzlich vom Schulleiterwahlausschuss bestimmt.

Anfänglich hatten sich nach LN-Informationen vier Kandidaten für die Leitungsposition an der großen Schule mit derzeit 870 Schülern beworben. Zwei fanden andere Stellen. Doch es blieben schließlich zwei Kandidaten über, die sich vor dem Gremium bewarben. Es sei eine knappe Entscheidung geworden – zwischen zwei geeigneten Persönlichkeiten , erfuhren die LN. Wobei „Eigengewächs“ Nelson, der schon seit 2008 an der Schule unterrichtet, „mehr Feuer“ für seine Aufgabe vermittelt haben soll. Erst seit wenigen Jahren dürfen sich auch hausinterne Bewerber zur Schulleiterwahl stellen. Rüdiger Nelson möchte die Vorzüge („Davon haben wir eine Menge“) der Gemeinschaftsschule am Burgfeld noch etwas mehr an die Öffentlichkeit bringen.

Seit 2008, dem ersten Gemeinschaftsschultag, ist Nelson als Lehrkraft an der Schule. „Hier können die Schüler alle Abschlüsse machen, ohne dass sie große Enttäuschungen erleben müssen.“ Die Oberstufe, in der jetzt die ersten Schüler ihr Abitur machen, sei ein großes Plus. Die alten Grabenkämpfe, als noch Haupt- und Realschule nebeneinander existierten, gebe es nicht mehr. „Hier herrscht jetzt ein frischer Wind.“

Rüdiger Nelson selbst ist Gymnasiallehrer, kam als einer der ersten seines Fachs zur Gemeinschaftsschule. „Ich hatte mich damals bewusst dafür entschieden.“ Unterrichten möchte er eher als „Entertainer“. Ihm sei wichtig, „dass es eine lockere Gesprächsatmosphäre in der Klasse gibt, dass wir auch lachen können“. Der Lehrer für Deutsch und Geschichte unterrichtet zur Zeit in einer siebten Klasse. Er gibt zu, dass es anfangs noch ein „Kulturschock“, eine pädagogische Herausforderung, gewesen sei, als ausgebildeter Gymnasiallehrer mit einer Hauptschulklasse klarzukommen. „Das hat schon etwas gedauert, es war eine wichtige Erfahrung.“ Jetzt habe die Schule auch eine große Lerngruppe mit Flüchtlingskindern, die im Fach „Deutsch als Zweitsprache (DaZ)“ unterrichtet werden.

Nelson: „Kein Problem für uns, wir haben hier gute Leute, die den DaZ-Unterricht organisieren.“ Die Zahlen würden steigen, „wir mussten sogar einige Schüler abweisen“. Die Schule werde auch zukünftig fünfzügig bleiben, ist er überzeugt. „Das ist doch eine hervorragende Entwicklung.“

Der verheiratete Familienvater von zwei kleinen Jungs (4 und 1) kommt aus Stockelsdorf. Geboren ist er allerdings in Templin, in der Uckermark – dort wo Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Schule ging, merkt er noch an.

 Wolfgang Glombik

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