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Segeberg Rundumschläge gegen Networker und Bad Harzburg
Lokales Segeberg Rundumschläge gegen Networker und Bad Harzburg
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20:31 26.01.2016
Nils Heinrich nahm schon im Programm „Ach komm!“ kein Blatt vor den Mund. Nun kommt er mit „Mach doch ‘n Foto davon“. * Quelle: Nicke/OZ

Auf selbstvergessene Social-Networker schlägt er ein, aber auch auf das unschuldige Städtchen Bad Harzburg: Der Kabarettist Nils Heinrich gastiert mit seinem neuen Programm „Mach doch ‘n Foto davon“ am Freitag, 26. Februar, ab 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr) in der Aula der Dahlmannschule.

Damit wird die Kleinkunst-Reihe „K 1,5 — Kultur überm Markt“ fortgesetzt, die nicht etwa eine Schulveranstaltung ist, sondern allen offen steht. Wolfram Schmidt, der die Reihe vor gut sieben Jahren mit der ehemaligen Schülerin Sarah Schäfer gegründet hat, besuchte eine Heinrich-Vorstellung in Lübeck und verpflichtete den Kabarettisten daraufhin sofort für Bad Segeberg: „In seinem neuen Programm geht es viel um neue Medien — das ist musikalisch wie kabarettistisch echt gut.“

Heinrich selbst bewirbt sein Programm so: „Unverschämte Geschichten und infizierendes Liedgut — von twitternden Mädchen empfohlen.“ Sein Humor ist schwarz, die stilistische Vielfalt enorm, und darüber, was Nils Heinrich mit seinem Gesicht anstellt, haben Beobachter den Ausdruck „Grimassenkirmes“ gefunden.

Nils Heinrich wurde 1971 in Sangershausen in Sachsen-Anhalt geboren und sagt darüber: „Ich stamme aus einem gut verschlossenen Menschen-Habitat: In der DDR geboren, in der BRD erwachsen geworden und in der EU ernüchtert.“

Zunächst erlernte Heinrich den bodenständigen Beruf des Konditors, nebenbei ging er ab Ende der 90er in Poetry Slams auf die Bühne bis er 2003 im Berliner Stadtteil Wedding Mitbegründer der Kabarettbühne „Die Brauseboys“ wurde. Rundfunk- und Auftritte in dritten Fernsehprogrammen folgten, zur Solokarriere war es dann nicht mehr weit.

Inzwischen heimste Heinrich so manchen Kabarett- und Comedypreis ein, vom „Bremer Comedypokal“ 2009 über den „Rostocker Koggenzieher“ im Jahr darauf bis zum Kleinkunstpreis Baden-Württemberg, dem „Salzburger Stier“ und zuletzt den „sPEZIALiST“ im Schauspielhaus von Hannover. Sein Land, so sagt er, ist „Zwischendeutschland“, eine Nation zwischen allen Stühlen, zwischen Doppelmoral und Sozialneid, Gesundheitsgläubigkeit und Medienwahn.

Karten gibt es für 18 Euro (Schüler: zehn Euro) bei Basses Blatt, Kurhausstraße 14, sowie an der Abendkasse.

Lothar Hermann Kullack

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