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Segeberg S 21: Die Pläne liegen jetzt aus
Lokales Segeberg S 21: Die Pläne liegen jetzt aus
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14:31 26.01.2017
Die beiden Landtagsabgeordneten Volker Dornquast (r., Segeberg-West) und Peter Lehnert (l., Pinneberg-Nord) sowie der Quickborner Stadtrat Klaus H. Hensel versprechen sich von der S 21 weniger Staus auf ihren Straßen.
Norderstedt/Ellerau/Kaltenkirchen

Die Elektrifizierung der AKN-Bahnstrecke zur S-Bahnlinie 21, die künftig zwischen Kaltenkirchen, Quickborn und Eidelstedt verkehrt, geht in die entscheidende Runde. Seit Montag liegen sämtliche Bauunterlagen bis zum 23. Februar in allen Rathäusern und Amtsverwaltungen aus, die von diesem Projekt betroffen sind, das jeweils etwa rund 100 Millionen Euro für den zweigleisigen Ausbau mit Oberleitungen sowie für die Anschaffung der strombetriebenen Züge kosten wird.

So können diese Unterlagen zu den jeweiligen Öffnungszeiten in den Rathäusern Norderstedt (Zimmer 206), Quickborn (Zimmer 31), Ellerau (Zimmer 15), Henstedt-Ulzburg (Zimmer 3.16), Kaltenkirchen (Zimmer 301/302) und dem Amt Kisdorf in Kattendorf, Winsener Straße 2 (Raum 9), in aller Ruhe eingesehen werden. Dazu gehören die Lage-, Übersichts- und Baupläne für die Bahnsteige, Bauwerke, Oberleitungen und Gleise, deren Längs- und Querschnitte sowie sämtliche Gutachten zur Schall- und Luftemission und der elektromagnetischen Verträglichkeit, die dieses Verkehrsprojekt nach ihrer Fertigstellung Ende 2020 hervorrufen wird. Auch die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Analysen zu Flora und Fauna und der Wasserrahmenrichtlinie liegen hier einen Monat lang aus. Auch auf der Internetseite des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr sollen die S21-Unterlagen einsehbar sein (www.lbv-sh.de).

Betroffene Anlieger können dann bis zum 9. März Einwände und Anregungen gegenüber der Planfeststellungsbehörde, dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in der Mercatorstraße 9 in Kiel, in schriftlicher Form geltend machen. Die jeweiligen Kommunen sind als Grundstückseigentümer ebenfalls betroffen und werden in ihren politischen Gremien darüber kurzfristig zu beraten haben.

Geplant ist, bis Ende 2020 den etwa 30 Kilometer langen Streckenabschnitt komplett zweigleisig auszubauen und über Oberleitungen die S-Bahn zu elektrifizieren. Die AKN soll dann den Betrieb an die Hamburger S-Bahn abgeben. Die beiden Länder Hamburg und Schleswig-Holstein sowie Berufspendler versprechen sich von dem Projekt eine erhebliche Attraktivitätssteigerung dieser Bahnstrecke, weil das umständliche Umsteigen am Bahnhof Eidelstedt entfällt, die Züge im Zehn-Minuten-Takt fahren und sie etwa sechs Minuten schneller nach Hamburg kommen können.

Es gibt aber auch kritische Stimmen. So spricht sich die Bürgerinitiative Bahnstraße, die 200 Anwohner in Quickborn und Ellerau vertritt, klar dagegen aus, weil das geplante zweite Glas dicht an ihren Häusern vorbei führen würde. Zudem warnt deren Sprecher Markus Spiering vor mehr Lärm, längeren Schrankenschließzeiten und möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, wenn der 100 Millionen Euro teure Ausbau realisiert werde. Verkehrsplaner rechnen laut der Gutachten zum Teil mit einer Verdopplung der jetzigen Fahrgastzahlen.

Sechs Minuten schneller

30 Kilometer ist die Strecke zwischen Kaltenkirchen, Quickborn und Eidelstedt in etwa lang, die als S-Bahn-Linie ausgebaut werden soll. Die Züge sollen, wenn die Tasse 2021 fertiggestellt ist, im Zehn-Minuten-Takt verkehren und sechs Minuten schneller in Hamburg ankommen. Die Investitionssumme ist mit 100 Millionen Euro für den zweigleisigen Ausbau geplant, noch einmal so viel kosten voraussichtlich die neuen Züge.

 Burkhard Fuchs

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