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Segeberg SC Rönnau: Ein Jahr Bewährung
Lokales Segeberg SC Rönnau: Ein Jahr Bewährung
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20:14 05.03.2016

Wie geht es weiter mit dem SC Rönnau und seinen 1511 Mitgliedern? Trotz guter Haushaltslage und erstmals 10 000 Euro auf der hohen Kante, sieht die Zukunft des Vereins düsterer aus als je zuvor. Vorstandssprecher Dr. Michael Noack scheiterte mit einer Satzungsänderung. Nach wie vor ist zur Mitarbeit im Vorstand niemand bereit, und nach offensichtlichen Grabenkämpfen warf nun auch Dieter Paust nach nur drei Jahren das Handtuch. Dafür aber stülpte er dem eh schon gebeutelten Vorstand ein riesiges Aufgabenpaket zur Abarbeitung über. Irgendwann ist genug — auch für den sonst so geduldigen Vorstandssprecher Noack. Er kündigte seinen Rücktritt an. Nur noch ein Jahr will er Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes sein.

Die Fusion mehrerer Sportvereine zu einem Großverein ist schon lange vom Tisch, nachdem ein Verein nach dem anderen aus der Runde möglicher Fusionskandidaten ausgestiegen war. Aber die Spielgemeinschaft mit Eintracht Segeberg funktioniert, und im Hinblick auf eine mögliche Hochzeit wollte Noack die Satzung des SC an die der Eintracht angleichen und festhalten, dass das Vereinsvermögen (kein Geld, sondern Matten, Bälle und viele andere Sportutensilien) an einen anderen Verein zur Förderung des Sports weitergegeben werden kann. Für den Antrag wäre eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich gewesen. Zu der kam es nicht. 35 Mitglieder stimmten für die Satzungsänderung, drei zu wenig. „Das ist schade. Dann sehe ich hier im Vorstand keine Zukunft mehr für mich. Mein Amt stelle ich im nächsten Jahr zur Verfügung“, kündigte Noack an.

Das allerdings hatte er vor drei Jahren schon einmal getan, hat sich dann aber doch wieder breittreten lassen. „Nein, dieses Mal ganz bestimmt nicht. Ich hatte die Vorgabe, so lange im Vorstand zu bleiben, bis der letzte Kredit abgezahlt ist. Das ist er. Wenn die Mitglieder kein Interesse an dem Verein haben, ist für mich Schluss“, sagte er.

Er und sein Vorstandskollege Karsten Albrecht sind die letzten beiden „Mohikaner“ eines fünfköpfigen Vorstandes, der bereits seit Jahren keine Mitglieder findet und seit zehn Jahren Hilferufe an die Mitglieder richtet. Erbarmt hat sich bislang niemand, sogar Aufgaben wie der Getränkeausschank bei Feiern in der Gemeinde bleiben an den Vorstandsmitgliedern hängen. Noch ist der Verein geschäftsfähig. Sollte Karsten Albrecht alleine übrigbleiben, wäre er es nicht mehr, der Verein hätte nur noch die Möglichkeit, sich selbst aufzulösen.

Hoffnung hatten Noack und Albrecht kurzfristig, als Dieter Paust als Dritter im Bunde den Vorstand verstärkte und obendrein durch den Lauftreff für viele neue Mitglieder gesorgt hat. Doch zu unterschiedlich waren die Auffassungen über die Vereinsführung und vor allem über eine Fusion mit Eintracht Segeberg. Die Mitglieder des Lauftreffs aber stehen geschlossen hinter Paust, der einen eigenen Antrag durchbrachte und damit dem Vorstand noch viel Arbeit bescherte: Der Vorstand wurde beauftragt, mit der Gemeinde nach Lösungen zu suchen, mit denen das Sportangebot vor Ort verbessert werden kann. Um das Vereinsleben zu verbessern und den Zusammenhalt zu fördern, sind für Dieter Paust ein Vereinsheim mit Restauration, ein angemessenes Vereinsbüro und eine Sporthalle, in der auch die „ausgelagerten“ Sparten wie Handball, Tischtennis, Yoga oder Zumba trainieren können, unerlässlich.

Von Petra Dreu

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