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Segeberg SEK nimmt mehrere Männer in Sievershütten fest
Lokales Segeberg SEK nimmt mehrere Männer in Sievershütten fest
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14:34 11.08.2017
Quelle: LN
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Sievershütten

Bei dem spektakulären Polizeieinsatz am Donnerstagnachmittag in Sievershütten hat es sich tatsächlich um einen gezielten Schlag gegen eine Einbrecherbande gehandelt. Das hat am Freitag die Polizeiinspektion in Stade bestätigt, die die Ermittlungen führt. Demnach nahmen Kräfte eines Mobilen Einsatzkommandos (MEK) aus Lüneburg vier Männer zwischen 20 und 40 Jahren aus Hamburg fest, die im Verdacht stehen, bis zu 40 Einbrüche in Norddeutschland begangen zu haben.

Das Quartett war schon länger im Visier der in Stade angesiedelten Ermittlungsgruppe, die sich intensiv mit Wohnungseinbrüchen beschäftigt. Am Donnerstag schnappten die Beamten dann zu: Nach einem Einbruch in Groß Niendorf stoppten die Kräfte des MEK den Kleinwagen der mutmaßlichen Täter in Sievershütten.

Wie berichtet, kam es dabei auf offener Straße zu filmreifen Szenen: Augenzeugen erzählten den LN, dass die Verdächtigen in einem dunklen Smart auf der Kirchstraße unterwegs waren, als die Polizei den Kleinwagen ausbremste. Anschließend hätten maskierte Beamte den Smart umstellt und mit Maschinenpistolen auf die Insassen gezielt.
Die mutmaßlichen Einbrecher seien dann aus den Wagen gezerrt, auf die Straße gedrückt und gefesselt worden. Angesichts des großen Aufgebots und des Vorgehens der Polizei hatten einige Sievershüttener sogar befürchtet, dass es sich um einen Anti-Terror-Einsatz handele.

„Mit Hilfe von Beamten aus Schleswig-Holstein wurden die vier Festgenommenen zunächst zur Polizei nach Norderstedt gebracht und anschließend nach Niedersachsen überführt“, sagte Rainer Bohmbach, Sprecher der Polizeiinspektion Stade. Bei der Durchsuchung von drei Wohnungen in Hamburg mit Unterstützung von Beamten der Hamburger Soko „Castle“ sowie von drei von dem Quartett benutzten Tatfahrzeugen am späten Abend hätten die Beamten dann erhebliche Mengen von augenscheinlichem Diebesgut gefunden und sichergestellt, so Bohmbach. Darunter seien Uhren, Schmuck und Sparbücher.

„Die Zuordnung zu Taten aus den vergangenen Wochen wird einige Zeit in Anspruch nehmen“, sagte Bohmbach. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass zwischen 35 und 40 Einbrüche in Nord-Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein auf das Konto der Gruppe gehen und auch nachgewiesen werden können.
Die vier mutmaßlichen Einbrecher seien in das Polizeigewahrsam in Stade und Buxtehude eingeliefert und dort erkennungsdienstlich behandelt und vernommen worden. Sie sollten am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt werden.

LN

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