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Segeberg SPD-Hochburg Norderstedt ist gefallen
Lokales Segeberg SPD-Hochburg Norderstedt ist gefallen
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21:47 23.09.2013

Die Bad Segeberger und die Wahlstedter haben die FDP nicht abgewählt: In beiden Städten liegen die Freidemokraten noch über fünf Prozent. Norderstedt ist offenbar seinen Ruf als SPD-Hochburg los. Und auch in manchen kleineren Orten gab es bei dieser Wahl Auffälligkeiten.

Nicht unterschlagen wollen wir den Sieger aus dem anderen Wahlkreis: Bad Bramstedt gehört nicht zum Wahlkreis Segeberg-Stormarn-Mitte, sondern bildet einen gemeinsamen Wahlkreis mit Steinburg und Dithmarschen-Süd. Diesen Wahlkreis gewann direkt Mark Helfrich (35) aus Dägeling (Steinburg), der Nachfolger des einstigen Bad Bramstedter CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Rolf Koschorrek.

Besonders bitter ist das Ergebnis für die Freidemokraten in dieser einstigen FDP-Hochburg. Der frühere FDP-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Joachim Behn kommt aus Bad Bramstedt, ebenso der langjährige Bundestagsabgeordnete Jürgen Koppelin. Letzterer hatte in Bad Bramstedt zuletzt 19,9 Prozent geholt und obwohl FDP-Frontmann Wolfgang Kubicki als sein Nachfolger kandidierte, reichte es gerade mal für 7,2 Prozent. Immer noch mehr als im Kreisdurchschnitt (5,8 Prozent), aber ein katastrophaler Einbruch von minus 12,7 Punkten.

In Norderstedt legte die SPD zwar um fünf Punkte auf 32,7 Prozent zu, der Abstand zur CDU vergrößerte sich aber trotzdem, weil die Christdemokraten ein starkes Plus von 7,4 Punkten einfuhren und jetzt bei 38 Prozent liegen. Auch in der größten Stadt des Kreises sackt die FDP erheblich ab: Nur noch 5,6 statt zuletzt 16,2 Prozent fuhr sie ein.

In Bad Segeberg und Wahlstedt liegt die CDU auf gleicher Höhe wie im Bundestrend: In der Kreisstadt 41,2 und in Wahlstedt 42,4 Prozent. Auch die Sozialdemokraten legten in beiden Städten zu, was aber weder in Bad Segeberg (29,2 Prozent) noch in Wahlstedt (32,4) dazu langte, die CDU von Platz 1 zu verdrängen. Drittstärkste Kraft sind in Bad Segeberg die Grünen mit 9,3 Prozent und mit 6,0 Prozent die Linke in Wahlstedt. Die Grünen büßten in Wahlstedt 3,2 Prozent ein und haben jetzt nur noch 5,2 Punkte, viel weniger als in Bad Segeberg, wo ein Rückgang um 2,3 noch für 9,3 Prozent reicht. Die FDP kam in Wahlstedt immerhin auf 5,7 und in Bad Segeberg auf 6,2 Prozent. Alle übrigen Parteien lagen im Mittelzentrum unter fünf Prozent, wobei es in Bad Segeberg sowohl für die Linke als auch für die AfD mit jeweils 4,8 Prozent recht knapp zuging.

Lothar Hermann Kullack

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