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Segeberg SPD-Kritik: Sülfeld wird durch Bauarbeiten „abgehängt“
Lokales Segeberg SPD-Kritik: Sülfeld wird durch Bauarbeiten „abgehängt“
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20:47 13.06.2017
„Am grünen Tisch zu entscheiden, ist weder zielgerichtet noch bürgernah.Harald Becker, SPD-Fraktion
Sülfeld

Zwei Buslinien, die 7141 und die 8140, fahren die Gemeinde Sülfeld normalerweise an und verbinden das Dorf mit Bad Oldesloe. Da die Busse abwechselnd fahren, ist eine Verbindung in die Stormarner Kreisstadt im Stundentakt möglich. Allerdings gibt es bei der Buslinie 8140 (Strecke Bad Oldesloe-Kayhude) dann längere Wartezeiten am Bahnhof für die Anschlusszüge in Richtung Hamburg und Lübeck.

Da demnächst jedoch mit den Sanierungsarbeiten des Straßenzuges Oldesloer Straße/Sülfelder Brücke begonnen werden soll und die Straßen gesperrt bleiben, kann dort der Bus 7141 (Strecke Henstedt-Ulzburg-Bad Oldesloe) nicht entlang fahren. Deshalb soll die Gemeinde von dieser Line während der Bauarbeiten, die eigentlich schon in wenigen Wochen beginnen sollten, gar nicht angefahren werden. Etwa vier Monate soll dieser Zustand andauern.

Für die Sülfelder SPD-Fraktion ein Unding, deshalb will sie auf der nächsten Gemeindevertretersitzung den Antrag stellen, dass sich das Amt Itzstedt bei der SVG Südholstein Verkehrsservice GmbH für eine Anbindung Sülfelds an die Buslinie 7141 während der Bauarbeiten einsetzen solle. „Es kann nicht sein, dass Sülfeld durch Straßenbauarbeiten abgehängt wird“, betont Harald Becker (SPD) gegenüber den LN. Am grünen Tisch zu entscheiden, sei einfach, aber weder zielgerichtet noch bürgernah. Dabei werde der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) doch überall groß geschrieben.

Für Fahrgäste aus Sülfeld bedeutet das Umfahren ihres Ortes: Die Busanbindung nach Bad Oldesloe gebe es nur noch alle zwei Stunden, Anschlusszüge würden nicht erreicht, Wartezeiten bis zu einer Stunde seien dadurch möglich. Außerdem entfielen zwei Busse (der erste gegen 6 Uhr, der letzte nach 18 Uhr) komplett.

Die SPD-Fraktion kritisiert nicht nur, sie hat auch Lösungsvorschläge: Der Bus der Linie 7141 könnte nach Sülfeld rein und dann wieder zurück nach Borstel fahren. Man könne auch einen Shuttlebus einrichten oder die Linie 7141 für die Zeit über Elmenhorst umlegen.

Auf LN-Anfrage hieß es bei der SVG Südholstein Verkehrsservice GmbH, dass man sich mit den Kreisen Segeberg und Stormarn und den ÖPNV-Anbietern zusammengesetzt und die Verkehrssituation geprüft habe.

„Für die missliche Situation sind wir gut gerüstet“, sagte SVG-Verkehrsplaner Lars Anders. Nach Sülfeld rein- und wieder rauszufahren, würde den Umlauf der Linie sprengen, zusätzliche Busse und Personal könnten nicht aus dem Hut gezaubert werden. Außerdem gebe es ja alternative Angebote für die Sülfelder: eben jene Buslinie 8140, zudem könne der Fußweg über die Norder Beste (knapp ein Kilometer) nach Tönningstedt genutzt werden, um dort in den Bus 7141 einzusteigen.

Gegenwärtig ist das Problem ohnehin vertagt, weil sich der Baubeginn wegen der noch ungeklärten Finanzierung verschiebt. Also noch mehr Zeit, um eine Lösung des Busproblems zu finden.

Silvie Domann

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