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Segeberg SPD geht mit Jens Lichte als Spitze ins Wahl-Rennen
Lokales Segeberg SPD geht mit Jens Lichte als Spitze ins Wahl-Rennen
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20:43 08.02.2018
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Bad Segeberg

Hier musste das Wahlergebnis anschließend korrigiert werden. Erst hatte SPD-Kreisvorsitzender und Wahlleiter Stefan Weber ein „nordkoreanisches Ergebnis“ in geheimer Wahl bei den Listen-Kandidaten bis Platz 14 vermeldet. Fast alle Kandidaten hatten nur Ja-Stimmen von den Mitgliedern bekommen. Als er nun fröhlich in die Runde fragte, ob sie denn alle die Wahl annähmen, meldete sich eine Genossin: „Wo sind denn meine Nein-Stimmen geblieben?“ Sie hatte tatsächlich gegen alle Kandidaten in geheimer Wahl gestimmt.

Was schiefgehen kann, war auch schiefgegangen: Die Stimmzähler hatten den Zettel mit ihren 14 Nein-Stimmen fälschlicherweise in den Stapel mit den 14 Ja-Stimmen gemengt. Zerknirscht baten die Zähler um Entschuldigung, bekamen dann aber erneutes Vertrauen für den letzten Wahlgang, der reibungslos verlief. So wurde aus dem nordkoreanischen Ergebnis ein ganz normales: Auch SPD-Spitzenkandidat Jens Lichte – er strebt das Amt des Bürgervorstehers an – bekam sein Fett weg, besser seine Nein-Stimme ab.

SPD-Ortsvorsitzender Dirk Wehrmann stellte eingangs klar, dass es zum Programm der CDU sehr deutliche Unterschiede gebe. „Wenn wir in unserem Programm klare Schwerpunkte setzen, fällt der CDU nicht mehr ein als der Griff in die Mottenkiste mit der Wiedereinführung der Brötchentaste.“ Die SPD wolle stärkste Fraktion im Rathaus werden und positioniere sich hier klar mit einem Spitzenkandidaten Jens Lichte. Jede Stimme für die SPD sei auch eine Stimme für ihn.

Fraktionsvorsitzender Joachim Wilken-Kebeck, der bei der SPD auf Listenplatz vier steht, betonte die Bedeutung der Karl-May-Spiele für Bad Segeberg. Die Umsätze, die in Bad Segeberg im Zusammenhang mit den Spielen getätigt werden, lägen bei etwa 20 Millionen Euro, stellte er klar. Die SPD werde auch weiterhin für den Erhalt des Stadtbusses kämpfen. Und auch wenn es hier „Beschuss aus der Verwaltung mit der Feldartillerie gibt“, müsse das Hallenbad saniert und erhalten werden, betonte Wilken-Kebeck. Und wenn ein Hallenbad für die Bürger von Wahlstedt und Bad Segeberg genug sei, dann müsse dieses Bad aber in Bad Segeberg stehen, rief Wilken-Kebeck.

Er und Jens Lichte gehören zu den „älteren Semestern“ in der Stadtpolitik. Seit 1990 sind sie in Bad Segeberg Stadtvertreter. Es gibt aber auch „frische Gesichter an Bord“, stellte Dirk Wehrmann klar. Neu dabei ist Traute Prang. „Mir wurde nachgesagt, ich würde gerne meckern, deshalb habe ich mich entschlossen, bei der SPD mitzumachen“, sagte sie. Neukandidat Nicolai Klüppel wohnt in Klein Niendorf. Rolf Wunderlich steigt mit 66 Jahren als Finanzexperte ein. Er sei seit 40 Jahren auch Mitglied bei der Feuerwehr. Stephan Aaron Weckwerth ist auch Mitglied in der Jüdischen Gemeinde, war bis 2010 schon aktiv in der Kommunalpolitik und kehrt jetzt zurück. Magnus Wittern ist 19 Jahre alt, studiert Jura in Kiel und sitzt schon als Bürgerliches Mitglied im Sozialausschuss. Zwischen ihm und Georg Oehlrich – mit 79 Lenzen ältester Kandidat – liegen 60 Jahre. Jan Hauke Heinze ist 37 Jahre alt, er arbeitet als Fachdienstleiter im Jugendamt.

Auffällig: Die „Oldies“ bekamen bei 32 abgegebenen Stimmen meist eine Nein-Stimme, die „frischen Gesichter“ hingegen kamen ungeschoren davon.

Von Wolfgang Glombik

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