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Segeberg Sachspenden für Flüchtlinge: Das Lager wird wieder gefüllt
Lokales Segeberg Sachspenden für Flüchtlinge: Das Lager wird wieder gefüllt
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18:16 06.02.2016
Das Hausrats-Lager im Levo-Park: Viel sei von der ersten Aktion nicht übriggeblieben, so Nikolai Klüppel, der sich über den Nachschub freut.

„Die Resonanz ist riesig“, sagt SPD-Stadtvertreter Joachim Wilken-Kebeck und beugt sich über einen Zettelberg mit Anschriften, die später angefahren werden, um dort bestimmte Möbel abzuholen. Auch die zweite Sammelaktion der Bad Segeberger Sozialdemokraten, die Hausrat für Flüchtlingswohnungen zusammentragen, findet große Beachtung. Etliche Menschen kamen gestern zum Stand auf dem Wochenmarkt und lieferten Dinge ab, die gut gebrauchen werden.

„Das ist sehr gut und wichtig“, lobt Susanne Friedrich. Mit Tassen und Schüsseln ist die Bad Segebergerin vorbeigekommen. „Jeder von uns hat doch etwas, was er nicht nutzt — und andere brauchen es dringend. Die Aktion entlastet auch die Stadt, denn eine Erstausstattung kostet schließlich.“

Schon nach einer Stunde haben sich Geschirr und Töpfe bis unter das Anhängerdach auf dem Parkplatz vor St. Marien gestapelt. Dirk Wehrmann und andere packen mit an. Gerade hat Frauke Försterling aus Geschendorf Küchenstühle, ein Kinderbett, einige andere Möbel und Geschirr in Aussicht gestellt. Die Sachen stehen bei ihr zu Hause abholbereit.„Und einen Hackenporsche habe ich auch noch, wenn Sie den brauchen“, ergänzt die 77-Jährige und erntet zustimmendes Nicken des Politiker. „Irre, was die Leute schon alles angeboten haben“, sagt Wilken-Kebeck, „ganze Häuser sollen wir leer räumen.“

Schon nachdem die Presse die gestrige Sammelaktion angekündigt hatte, hätten die Leute angerufen und Haushaltsgegenstände angeboten, weiß Nikolai Klüppel zu berichten.

Bereits nach der ersten Aktion im Herbst kamen ganze Lkw-Ladungen zusammen: „Drei Tage lang waren wir von morgens bis abends unterwegs. 35 Stationen haben wir angefahren.“ Klüppel ist sich sicher, dass nun mindestens genau so viel zusammengekommen ist. Aus dem Fundus mit Sofas, Sesseln, Tischen, Regalen, Schränken, Fahrrädern und Hausrat, der im Levo-Park-Lager entstanden ist, konnte sich Bad Segebergs Bauhof, der einen Schlüssel zu den Räumen hat, schon ordentlich bedienen, um Zimmer für Flüchtlinge einzurichten. „Das zeigt, dass die Dinge gebraucht werden“, so Nikolai Klüppel, der demnächst mit der Levo-Park-Leitung über eine Verlängerung der kostenlosen Nutzung des Lagers in der alten Sanitätsstation der Ex-Kaserne verhandeln wird. Zudem gibt es bei Bad Segebergs Sozialdemokraten die Überlegung, direkt am Lager regelmäßige Öffnungszeiten anzubieten. „Dann können dort direkt Dinge hingebracht, aber auch abgeholt werden“, ergänzt Jens Lichte. Das böte Flüchtlingen die Gelegenheit, sich in Ruhe etwas auszusuchen.

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Heike Hiltrop

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