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Segeberg Saisonal bedingt mehr Arbeitslose
Lokales Segeberg Saisonal bedingt mehr Arbeitslose
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20:10 31.07.2018
Nach Schule und Ausbildung melden sich Jugendliche erst mal arbeitslos. Quelle: Foto: Dpa
Bad Segeberg

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Segeberg ist um 173 Personen oder 2,7 Prozent zum Vormonat gestiegen. Damit waren im Juli 6559 Personen arbeitslos. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 353 Personen oder 5,1 Prozent zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote ist von 4,2 Prozent im Vormonat auf 4,3 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr hatte sie noch 4,6 Prozent betragen.

„Im Juli meldeten sich viele Jüngere arbeitslos, die nach Abschluss der Schule oder Ausbildung keine Anschlussbeschäftigung hatten“, sagt Ute Beckmann, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Elmshorn, die für Segeberg zuständig ist. „Die meisten werden schon bald eine neue berufliche Herausforderung antreten können. In vielen Branchen sind Fachkräfte gefragt. Nach den Ferien wird sich der Arbeitsmarkt wieder entspannen“, prognostiziert Beckmann.

Im Juli meldeten sich deutlich mehr Menschen arbeitslos als im Monat zuvor: 598 Menschen (Juni: 454) kamen aus einer Beschäftigung und weitere 638 (Juni: 428) aus einer Ausbildung oder Qualifizierung. Darunter viele Jüngere. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren wuchs im Juli um 164 (plus 26,3 Prozent zum Vormonat) auf 788. „Die Personalnachfrage blieb auch im Juli hoch. Aber nur jede sechste Arbeitsstelle ist für Ungelernte geeignet. Gute berufliche Qualifikation bleibt der Schlüssel für dauerhafte Beschäftigung. Arbeitsagentur und Jobcenter unterstützen beim Nachholen einer betrieblichen Berufsausbildung“, sagt Ute Beckmann.

Arbeitgeber boten 774 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen neu an. Das sind 100 mehr als im Juni. Seit Jahresbeginn sind das 4545 Stellen – 407 mehr als in den ersten sieben Monaten des Vorjahres.

Rund 70 Prozent aller Stellen sind für Fachkräfte ausgeschrieben: In den letzten Wochen waren besonders Verkäufer, Logistikfachkräfte, Berufskraftfahrer und Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik gefragt. Helferstellen gab es vor allem im Lagerbereich und dem Reinigungsgewerbe. Eine sehr hohe Personalnachfrage besteht weiter nach Altenpflegern und Erziehern.

Die ersten Ausbildungen starten jetzt, trotzdem erwartet die Agentur für Arbeit in den kommenden Wochen noch Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt. Gute Chancen für Bewerber bestehen im Lebensmitteleinzelhandel, in der Gastronomie, im Handwerk, vor allem in Elektroinstallationsbetrieben oder im Logistikbereich. „Ausbildungssuchende sollten bei interessanten Angeboten sofort die Betriebe kontaktieren“, so Ute Beckmann.

Seit Oktober 2017 meldeten sich im Kreis Segeberg 1529 Ausbildungsplatzbewerber bei der Berufsberatung, davon waren Mitte Juli noch 408 auf der Suche. Im gleichen Zeitraum haben Unternehmen 1410 Ausbildungsstellen gemeldet, davon waren im Juli noch 545 unbesetzt. Besonders in der Probezeit kommt es oft zu Vertragslösungen, heißt es von der Agentur. Falsche Vorstellungen oder Erwartungen sind häufig der Grund. „Oft können wir mit Angeboten unterstützen und einen unnötigen Abbruch verhindern“, sagt die Agenturchefin.

LN

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