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Segeberg Saisonaler Anstieg bei Arbeitslosen
Lokales Segeberg Saisonaler Anstieg bei Arbeitslosen
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21:45 03.01.2018
2017 waren mehr Menschen im Kreis „unterbeschäftigt“. Quelle: Foto: Hfr
Bad Segeberg

Durch den leichten Anstieg waren im Dezember 6603 Menschen im Kreis ohne Arbeit. „Das Wetter war im Dezember fast durchgängig frost- und schneefrei. Trotzdem mussten einige saisonabhängige Betriebe ihre Mannschaften ausdünnen. So meldeten sich bereits vor Weihnachten vermehrt Arbeitnehmer aus dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe, dem Garten- und Landschaftsbau sowie Saisonaushilfen aus der Produktion und dem Versand“, sagte Ute Beckmann, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Elmshorn.

Die Arbeitslosigkeit im Kreis Segeberg ist 2017 zum Vorjahr zurückgegangen. Im Jahresdurchschnitt waren 6915 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies sind 72 Personen weniger als im Jahr 2016. Die Arbeitslosenquote beträgt im Jahresdurchschnitt 4,7 Prozent und ist damit um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Zu den durchschnittlich 6915 Arbeitslosen kamen im vergangenen Jahr 2229 weitere Menschen, die ohne Arbeit waren – überwiegend befanden sie sich in Qualifizierungen. Insgesamt 9144 Personen befanden sich damit im Kreis Segeberg in Unterbeschäftigung. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – um 283 Personen. Vor allem auch, weil 2017 mehr geflüchtete Menschen sprachlich und beruflich qualifiziert wurden. Zum Jahresende waren rund 1800 aus Krisengebieten geflüchtete Menschen bei Arbeitsagentur und Jobcenter arbeitsuchend gemeldet. Die meisten waren jedoch nicht arbeitslos, da sie Sprachkurse oder berufliche Vorbereitungslehrgänge besuchen. In den nächsten Monaten werden sie verstärkt eine Ausbildung oder Beschäftigung suchen.

Langzeitarbeitslose haben in den letzten Jahren von der guten Konjunktur kaum profitieren können – 2017 gab es endlich eine positive Entwicklung. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Menschen, die ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet waren, um 150 zum Vorjahr zurückgegangen (-6,4 Prozent). Im Jahresdurchschnitt waren jedoch noch immer 2207 Menschen und damit fast jeder dritte Arbeitslose betroffen.

Im Kreis Segeberg arbeiteten Ende Juni 89114 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – 2,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Beschäftigungszuwächse gab es insbesondere im lebensmittelverarbeitenden Gewerbe, im Pflege- und im Gesundheitsbereich sowie im Erziehungswesen. Auch bei Wach- und Sicherheitsdiensten und in der Logistik arbeiteten mehr Menschen. Stagnation oder geringe Rückgänge gab es hingegen bei Banken und Versicherungen, in der Hotellerie sowie in der Landwirtschaft.

LN

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