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Schärengarten: Schwedisches Design am Großen See

Bad Segeberg Schärengarten: Schwedisches Design am Großen See

Die Erdarbeiten für Bad Segebergs neue Seepromenade gehen zügig voran. Der Niedrigwasserbereich am Südufer soll zum Kinder-Plansch-Paradies werden.

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Am Südufer des Großen Segeberger Sees (Höhe Backofenwiese) werden für den Schärengarten viele Kubikmeter Kies hineingeschüttet.

Quelle: Foto: Glombik

Bad Segeberg. Bevor die Bad Segeberger nun ihre über zwei Millionen Euro teure Seepromenade in Beschlag nehmen können, stehen umfangreiche Erdarbeiten an der Uferkante des Großen Segeberger Sees an, die sogar auf dem aktuellen LN-Luftbild eindrucksvoll zu sehen sind: Sand verteilt sich im See. Das Bild entstand am Sonnabend. Etwa 170 Kubikmeter Sand seien schon für den Schärengarten in den See eingefüllt worden — alles „reiner Natursand“ aus Kiesgruben“, beteuert Landschaftsarchitekt Andreas Werning. Nur wenige Tonteilchen können mit dem Sand in das Gewässer geraten sein, erklärte er auf LN-Nachfrage. Erst werde das Terrain vorbereitet, dann geht es los mit dem Aufbau von Bad Segebergs Schärengarten.

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So soll Bad Segebergs Schärengarten als wichtiger kinderfreundlicher Bestandteil der Seepromenade einmal aussehen. Skizze: Brien/Wessels/Werning

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Der dürfte später sicher ein Anziehungspunkt für Familien werden. Bad Segebergs Bauamtsleiterin Antje Langethal stellt sich schon jetzt bildhaft vor, wie dort die Leute im Wasser von Stein zu Stein hüpfen. Wichtig sei, dass in Verlängerung der Backofenwiese in der kleinen Bucht ein stabiler Flachwasserbereich entsteht. Landschaftsarchitekt Andreas Werning erklärt, dass etwa 40 große Betonsteine im Modulsystem die zu größeren oder kleineren Inseln zusammengesetzt sind, in die Flachwasserzone eingesetzt werden. In der kleinen Bucht soll vorher noch ein kleiner Wall aufgeschüttet werden, damit der Wasserstand dort relativ stabil bleibt, berichtet er. „Wir haben dort im Sommer eine Wassertiefe von zehn bis 20 Zentimeter, im Winter ist der Wasserstand wesentlich höher, dann werden die großen Trittsteine unter der Wasseroberfläche verschwunden sein.“ So können Kinder dort im Winter auch nicht mehr auf die Steine springen.

Die Betonsteine, die „Schären“, werden zur Zeit in einem Werk in Flintbek gegossen. Sie haben eine sandfarbene, raue Oberfläche. So rutscht man nicht so schnell herunter. Naturfelsen als Trittsteine wären zu glitschig gewesen. Clou des ausdrücklich kinderfreundlich gestalteten Schärengartens mit den etwa einen halben Meter hohen Plateausteinen ist eine „archimedische Spirale“, mit der man Wasser auf ein höheres Sandbett heben kann. Werning: „Mit Hilfe einer Kurbel können Kinder die Spirale in Bewegung setzen und mit Wasser und Sand herumplanschen und -manschen“. Ein Wall mit aufgeschütteten etwa 15 Zentimeter großen Granitsteinen, „grober Schotter“ soll den Schärengarten zum See hin abschirmen. Diese Naturwand soll unter Wasser, und damit für den Betrachter unsichtbar bleiben, betont Werning. Wichtig sei auch, dass nach dem Aufbau des Schärengartens mit den häufigen Überflutungen des Uferwegs dort Schluss sein soll. Die Uferkannte werde um 20 Zentimeter höher gelegt.

Spaziergänger werden dort auch bei höheren Pegelständen keine nassen Füße mehr bekommen. Auch die kleine Brücke in dem Bereich soll erneuert werden.

Während der Schärengarten geschüttet wird, geht es auch am anderen Endpunkt der Promenade voran. Bad Segebergs neues „Mini-Freilichttheater“ am Kurpark nimmt Formen an. Werning: „Das geht jetzt richtig zur Sache.“ Für die Waldbühne werden gleich zwei Kabeltrassen für Lautsprecher und Beleuchtung auf der kleinen Waldbühne verlegt, berichtet der Landschaftsarchitekt. Das klingt professionell:

Auf der Bühne sollen später Aufführungen und Festivitäten stattfinden.

Die Bauarbeiten seien gut im Zeitplan; auf der einen Seite der alten Promenade wurde schon der Asphalt weggerissen. Dort soll jetzt neu gepflastert werden. „Wir werden später die Passanten auf die gepflasterte Fläche umlenken, so dass wir dann mit den Bauarbeiten an der Uferkante anfangen können.“ So bleibe immer ein Weg offen.

Wolfgang Glombik

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