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Schlachthof bleibt dicht - Vion beantragt Wiederzulassung

Bad Bramstedt Schlachthof bleibt dicht - Vion beantragt Wiederzulassung

Der Schlachthof von Vion Food in Bad Bramstedt bleibt geschlossen. Die Vorwürfe: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und Hygienemängel.

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Vor einer Woche wurde der Schlacht- und Zerlegebetrieb in Bad Bramstedt von Staatsanwaltschaft und Polizei durchsucht und geschlossen. *Foto: jk

Bad Bramstedt. Der Schlachthof von Vion Food in Bad Bramstedt bleibt geschlossen. Die Vorwürfe: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und Hygienemängel. Nachdem der Betrieb vor einer Woche (wie berichtet) bei einer Großrazzia durchsucht und geschlossen worden war, ermittelt die Staatsanwaltschaft. Derzeit sind drei unabhängige Experten mit weiteren Untersuchungen vor Ort befasst.

Bereits am Montag wurde unter anderem die Tötungsanlage von einem unabhängigen Sachverständigen begutachtet und als „grundsätzlich geeignet“ eingestuft. Gestern folgte daraufhin ein mehrstündiger Probebetrieb der Anlage, der von der Fachaufsicht überprüft werde, teilte das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) gestern mit. Das unter „ordnungsgemäßen hygienischen Bedingungen gewonnene Fleisch“ werde zunächst vor Ort gelagert und nicht in den Verkauf gebracht, ergänzte Segebergs Kreisveterinäramt.

Erst nachdem die erforderlichen Gutachten ausgewertet seien und überprüft wurde, dass alle Mängel ausgeräumt sind, dürfe der Zerlege- und Schlachtbetrieb wieder aufgenommen werden, so das Ministerium. Das MELUR hegt nach eigenen Angaben derzeit noch Zweifel, ob der Betreiber künftig in der Lage sein wird, „angemessene Garantien für einen ordnungsgemäßen Betrieb zu geben“.

Vion hingegen hält die weitere Stilllegung für unangemessen. „Eine Gefährdung der Verbraucher oder Verstöße gegen das Tierschutzgesetz waren niemals gegeben. Der zuständige Veterinär bescheinigte nach einer Kontrolle von mehr als 1100 Schlachtvorgängen noch Anfang Februar trotz bereits bekanntem baulichen Verbesserungsbedarf eine hervorragende Leistung“, betont das Unternehmen in einer Stellungnahme. Segebergs Veterinäramt bestätigt, dass bei einer Überprüfung „überwiegend bauliche Mängel festgestellt wurden, die aber seinerzeit von der Firma Vion abgestellt worden waren“. Gestern Nachmittag beantragte Vion beim Kreis die Aufhebung der Produktionssperre.

Die selbsternannte Tierrechtsorganisation „Peta Deutschland“ übt am Segeberger Veterinäramt, das sie erst vor ein paar Wochen zu einem der fünf besten in Deutschland gekürt hatte, scharfe Kritik.

Bereits 2011 habe sich die Organisation, nachdem sie Fotos von einem Mitarbeiter zugespielt bekommen habe, die Fehlbetäubungen zeigen, an die Behörde gewandt. Doch die habe mitgeteilt, bei Vion sei alles in Ordnung, so Edmund Haferbeck, stellvertretender Vorsitzender von „Peta Deutschland“. Darum habe man 2012 Strafanzeige gegen Vion gestellt. Das Veterinäramt sei eng mit dem Unternehmen verbandelt, wettert Haferbeck: „Von einer unabhängigen Behörde kann keine Rede sein.“ „Wir sind die amtliche Behörde und damit unabhängig“, kontert Kurt Warlies, Leiter des Kreis-Fachbereichs Gesundheit für Mensch und Tier, auf LN-Anfrage.

Segebergs Landrätin Jutta Hartwieg (SPD) erklärte gestern in einer Pressemitteilung, dass es eine interne Aufarbeitung der Vorfälle gebe und nachdrücklich auch die Aufklärung verfolgt werde, „inwieweit Kreismitarbeiter Pflichten in Ausübung ihrer Kontrollfunktion verletzt haben könnten“.

Heike Hiltrop

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