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Segeberg Schlechte Sicht: Wildunfall-Serie in Bühnsdorf
Lokales Segeberg Schlechte Sicht: Wildunfall-Serie in Bühnsdorf
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20:15 14.09.2013
Bürgermeisterin Marlies Pielburg und Ulrich Weber fordern einen Rückschnitt an der L 84. Quelle: Dreu
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Bühnsdorf

Wer von Dreggers nach Bühnsdorf fährt, hat freie Sicht. Das Gras am Straßenrand ist kurz, sogar bis in die Gräben hatte die dafür zuständige Straßenmeisterei Bad Segeberg gemäht und Sträucher kurz geschnitten. Deren Zuständigkeit jedoch endet vor Bühnsdorf. Hinter dem Ort beginnt das Terrain der Straßenmeisterei Lübeck, auf dem sich Wildwuchs breitmacht. Die Leitpfosten sind teilweise zugewachsen, Sträucher werden nur durch die an ihnen vorbeidonnernden Lkw daran gehindert, weiter auf die Straße zu wachsen.

„Das Amt Trave-Land hat für die Gemeinde bereits mehrmals dort angerufen. Auch schriftlich wurde die Straßenmeisterei Lübeck aufgefordert, den Bewuchs zurückzuschneiden. Passiert ist jedoch nichts“, ärgert sich die Bürgermeisterin, die sich wie ihr Bruder und Jäger Ulrich Weber um die Wildtiere und um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer sorgt. „Wild, das über die Straße wechselt, kann erst gesehen werden, wenn es schon zu spät ist. Im vergangenen Jahr hatten wir insgesamt 18 Wildunfälle. Jetzt waren es vier in nur zehn Tagen“, sagt Ulrich Weber.

Er macht sich allerdings nicht nur um die Wildtiere Sorgen, sondern auch um die Landwirte, die von ihren Feldern zurück auf die L 84 wollen. „Sie können die Straße überhaupt nicht weit genug einsehen. Das ist viel zu gefährlich, zumal hier mit hohen Geschwindigkeiten gefahren wird“, so Weber. Er bekam von einem Polizisten den Rat, einen Beifahrer mitzunehmen und sich von diesem in den Verkehr einweisen zu lassen. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Lübeck konnte dazu bis Redaktionsschluss nicht befragt werden.

pd

Eine neue Erfindung verhindert Wildunfälle: Das Hirschradar. Es ist allerdings erst noch in der Erprobung:

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